Endlich geht's los! Für die Moskitos Essen beginnt morgen der Ernst des (Eishockey)-Lebens. Auftaktgegner am Westbahnhof ist der EC Bad Tölz (Freitag, 20.00 Uhr). Die große Frage, die man sich in der Reviermetropole stellt: Wohin fährt der Zug nach dem Aufstieg in die Zweite Liga?

MOSKITOS ESSEN - Krinner warnt:: "Werden Rückschläge erleiden"

amo
09. September 2004, 12:16 Uhr

Endlich geht's los! Für die Moskitos Essen beginnt morgen der Ernst des (Eishockey)-Lebens. Auftaktgegner am Westbahnhof ist der EC Bad Tölz (Freitag, 20.00 Uhr). Die große Frage, die man sich in der Reviermetropole stellt: Wohin fährt der Zug nach dem Aufstieg in die Zweite Liga?

Endlich geht's los! Für die Moskitos Essen beginnt morgen der Ernst des (Eishockey)-Lebens. Auftaktgegner am Westbahnhof ist der EC Bad Tölz (Freitag, 20.00 Uhr). Die große Frage, die man sich in der Reviermetropole stellt: Wohin fährt der Zug nach dem Aufstieg in die Zweite Liga?

"Unser Nahziel ist es, nicht in die Play-downs zu rutschen", wird Aufstiegstrainer Toni Krinner nicht müde zu betonen, dass die Erfolge der letzten beiden Jahre in der zweithöchsten Spielklasse kaum zu wiederholen sind.

In der Tat, nach dem Durchmarsch aus der Regionalliga in die Zweite Bundesliga weht den Moskitos in dieser Spielzeit ein anderer Wind entgegen. Man gehört logischerweise nicht mehr zu den Topfavoriten. Ob für Verantwortliche, Spieler oder ganz besonders die erfolgsverwöhnten Fans gilt nun vordergründig das Prinzip Geduld. "Wir hatten zwei Jahre großen Erfolg und fast alles lief nach Plan. In diesem Jahr werden wir mehrere Rückschläge erleiden, das ist aber normal. Mal sehen, wie das Umfeld darauf reagiert", überlegt Krinner, der für das Unternehmen Zweite Bundesliga 14 neue Spieler an den Westbahnhof lotste.

Zumindest während der Vorbereitungsphase präsentierte sich das neuformierte Team bereits auf einem guten Weg. Nur eine Niederlage setzte es gegen Ligakonkurrent EV Duisburg (1:3). Die beiden Partien gegen die DEL-Klubs Köln (6:4) und zuletzt Krefeld (2:4) brachten Krinner die Erkenntnis, dass man selbst mit einem klassen höhren Gegner durchaus mithalten kann. "Das ist allerdings nur die Vorbereitung gewesen. Erst ab Freitag geht's um Punkte", weiß Krinner, der gegen Bad Tölz auch auf die beiden Förderlizenzspieler aus Köln, Philipp Gogulla und Thomas Fischer, zurück greifen kann.

Für RS stellt ESC-Coach Toni Krinner seinen Kader vor:

Torhüter
Pettar Rönnquist: Meine Nummer eins. Er bringt die nötige Erfahrung und Routine mit. Er wird uns in diesem Jahr viel helfen. Zudem passt er charakterlich einwandfrei ins Team. Ein Pfundskerl, an dem wir eine Menge Spaß haben werden.

Dominic Lonscher: Er hat in der Vorbereitung gezeigt, dass er eine super Alternative ist. Seine Form ist gut. Dominic wird seine Einsätze bekommen.

Verteidiger
Kurt Drummond: Hat in der Vorbereitung überzeugt. Er soll eine Leaderposition übernehmen. Das Potenzial hat er angedeutet, muss jedoch noch öfter schießen und im Power-play mehr Druck aufbauen.

Matthias Frenzel: Von ihm bin ich positiv überrascht. Er ist viel weiter, als ich angenommen habe. Wenn er körperlich noch zulegen kann bzw. noch fitter wird, hat er das Zeug zu einem DEL-Verteidiger.

Christian Gegenfurtner: Man kann über ihn noch nicht viel sagen, weil er verletzungsbedingt dreieinhalb Wochen gefehlt hat. Wenn er wieder seine alte leistungsstärke erreicht hat, wird er sicherlich unter den Top-Vier-Verteidigern sein.

Chris Peyton: Er ist derjenige, der im zweiten Block das Spiel von hinten aufbauen soll. Chris gehört zu den Führungspersönlichkeiten. Er muss allerdings noch härtere Checks austeilen. Das Tempo in der Zweiten Liga kann er mit gehen.

Andreas Raubal: Ein solider Arbeiter, der jedoch auch noch etwas härter agieren muss. So, wie damals gegen mich. Andreas ist einer, der immer 100 Prozent gibt und stets zuverlässig arbeitet.

Anton Raubal: Ein Routinier. Er hat durch seine langjährige Erfahrung ein gutes Auge. Sicher ist er nicht mehr der schnellste, allerdings kann er das durch sein überragendes Stellungsspiel gut kompensieren.

Stefan Wilhelm: Stefan muss noch viel lernen. Besonders von seinem Nebenmann Toni Raubal. Mir gefällt seine Lernbereitschaft. Wenn er die beibehält, dann wird er sich gut entwickeln.

Stürmer
Philippe Audet: Er besitzt ein riesiges Potenzial. Philippe ist neben Brian McCullough derjenige, der am torgefährlichsten ist. Wenn er in den Ecken noch intensiver in die Zweikämpfe geht, dann wird seine Torquote in diesem Jahr hoch sein.

Luigi Calce: Ein kampfbetonter Spieler. Er hat italienisches Blut in den Adern und ist daher ein Heißsporn. Dadurch, dass er lange in der Oberliga gespielt hat, muss er sich nun umstellen und seine individuelle Fehlerquote herunter schrauben. Daran arbeitet er.

Brian McCullough: Ein echter Torjäger, der sich auch nicht zu schade ist, nach hinten zu arbeiten. Unheimlich guter Schlittschuhläufer und immer brandgefährlich. Er muss von seinen Nebenleuten gefüttert werden.

Alexej Dmitriev: Kam als Rohdiamant vor der vergangenen Saison vom Regionalligisten Herne. Seit dem hat er sich gut entwickelt und den ersten Feinschliff erhalten. Körperlich hat er zugelegt, doch er ist noch ausbaufähig. Hat eine gute Vorbereitung gespielt.

Martin Hinterstocker: Ein junger, bundesligaerfahrener Spieler. Körperlich robust. Ich erwarte von ihm noch eine Steigerung im taktischen und spielerischen Bereich.

Benjamin Hinterstocker: Er hat mehr Erfahrung als sein Bruder. Sein Handgelenksschuss ist überragend. Taktisch schon sehr weit. Gemeinsam mit seinem Bruder bildet er ein ideales Paar für den dritten Sturm in der Zweiten Liga.

Thomas Popiesch: Eine absolute Führungspersönlichkeit. Sehr erfahren. Kam, was die Fitness betrifft, vorbildlich aus dem Sommer. Erwarte von ihm, dass er seinen Nebenmann Brian McCullough mit seinem intelligenten Spiel in Szene setzt. Er darf jedoch nicht zu viele Kringel drehen. Ist als Kapitän mein verlängerter Arm auf und neben dem Eis.

Marcus Rohde: Für ihn gilt das gleiche wie für Christian Gegenfurtner, weil er lange verletzt war. Marcus ist torgefährlich. Wenn richtig fit ist, gehört er in die erste oder zweite Reihe.

Patrick Strauch: So einen Spieler mag jeder Trainer. Patrick ist eine "Kampfsau", spielt gut in Unterzahl und verhält sich taktisch diszipliniert. Ihn kann ich in jede Reihe stecken, er kann sich gut darauf einstellen.

Michael Wolf: Ein läuferisch guter Mann, der vor dem Tor ziemlich gefährlich sein kann. In der Reihe mit den beiden Hinterstockers, mit denen er schon in Bietigheim zusammen gespielt hat, ist er das Kampftier.

Autor: amo

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