Franz Fritzmeier ist ausgemachter Fußballfan. In der Bundesliga hält der Tölzer die Daumen für Absteiger 1860 München. Während der EM freilich für die deutsche Nationalmannschaft.

KEV - Fritzmeier auf Verhandlungstour in Bayern

amo
22. Juni 2004, 12:37 Uhr

Franz Fritzmeier ist ausgemachter Fußballfan. In der Bundesliga hält der Tölzer die Daumen für Absteiger 1860 München. Während der EM freilich für die deutsche Nationalmannschaft.

Franz Fritzmeier ist ausgemachter Fußballfan. In der Bundesliga hält der Tölzer die Daumen für Absteiger 1860 München. Während der EM freilich für die deutsche Nationalmannschaft. Dennoch kam der Sportliche Leiter der Krefeld Pinguine gestern nicht in den Genuss, sich das Spiel der Völler-Elf gegen Lettland live im TV anzuschauen. "Keine Zeit, ich muss arbeiten", erklärte der Bayer, als RevierSport ihn am Samstag im Auto erwischte.

Es dürfte sich also um einen nicht ganz unwichtigen Termin gehandelt haben, der ausgerechnet zur besten Fußballzeit statt gefunden hat. "Ich bin in Bayern unterwegs, mehr sage ich nicht." Dass sein Treffen mit Vertragsverhandlungen zusammen hing, bestätigte Fritzmeier zumindest. "Aber da ist noch nichts spruchreif, daher wären Namen reine Spekulation", legte der Sportliche Leiter den Finger auf die Lippen. Logisch: Ein Kontingentspieler dürfte während der Sommermonate kaum in Bayern zu finden sein.

Einer, der noch unter das Ausländerkontingent fällt, aber spätestens bei seiner Rückkehr aus dem Heimaturlaub den deutschen Pass ausgehändigt bekommen soll, ist Verteidiger Shayne Wright. Die Pinguine wollen die Einbürgerung des Defenders beschleunigen, haben ihrerseits bereits alle Formalitäten geklärt. "Die deutschen Behörden haben grünes Licht gegeben, sein Pass läge bereit", erklärt Fritzmeier, der jetzt auf ein Zeichen von Wright wartet. "Er muss in die Pötte kommen", fordert er unmissverständlich. "Im Prinzip", fährt Fritzmeier weiter fort, "braucht Shayne nur noch seinen Pass in Kanada abzugeben."

Was allerdings leichter klingt, als es letztendlich ist. Denn in Kanada laufen die Uhren der Bürokratie offenbar ein wenig anders. Die einzige bearbeitende Behörde sitzt in Sydney im Bundesstaat Nova Scotia. Dort gehen alle Anträge auf Abgabe der Staatsbürgerschaft ein. Normaler Bearbeitungszeitraum: Sechs bis acht Monate! Wright, der unabhängig von seiner Staatsbürgerschaft einen gültigen Vertrag für die kommende Saison besitzt, muss also darauf hoffen, dass sein vor knapp vier Wochen eingereichter Antrag schneller bearbeitet wird.

Sollte der Krefelder Verteidiger das so wichtige Schriftstück und anschließend daran den deutschen Pass nicht kurz vor Saisonstart in den Händen halten, steht seine Lizenzierung offenbar in Frage. Fritzmeier jedenfalls formulierte schon Mal vorsichtig: "Dann muss man sich mit dem Spieler unterhalten."

Autor: amo

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