Das war ein Auftakt in die Rückrunde, wie ihn sich RWE nicht besser hätte wünschen können. In letzter Minute erzielte Kevin Grund in Mainz den Treffer zum 2:1.

RWE

Improvisations-Talent ist gefragt

Aaron Knopp
26. Januar 2012, 14:17 Uhr

Das war ein Auftakt in die Rückrunde, wie ihn sich RWE nicht besser hätte wünschen können. In letzter Minute erzielte Kevin Grund in Mainz den Treffer zum 2:1.

Marke: dramaturgisch besonders wertvoll. Doch nicht nur der späte Sieg bei den Rheinhessen, die gesamte Entwicklung in den letzten Spielen stimmt RWE-Trainer Waldemar Wrobel zuversichtlich.

„Wir hatten einen guten Start“, bemerkt der 42-Jährige lapidar. Doch allein die ersten drei Punkte im neuen Jahr sind es nicht, die den Trainer zuversichtlich stimmen. Vier Siege aus den letzten fünf Spielen, das ist eine vorzeigbare Serie. „Die Leistung war zuletzt gut, auch wenn der Begriff Leistung auf das Spiel in Köln nicht zutrifft“, sagt Wrobel. Noch immer sind die Bergeborbecker also gefragt, den Stabilitätsnachweis zu liefern. Schon im Hinspiel konnte RWE die Mainzer mit 2:1 schlagen, handelte sich bei Köln II jedoch prompt die erste Niederlage ein.

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„Deshalb haben wir noch einiges gutzumachen“, findet Wrobel. Die 1:2-Niederlage im Hinspiel sei insgesamt unglücklich zustande gekommen. Allerdings auch unter freundlicher Mithilfe eines naiven und unausgeschlafenen Aufsteigers. Es geht also für RWE auch darum, einen Entwicklungsprozess nachzuweisen.
Es würde aber nicht in die laufende Saison passen, wenn dies so einfach wäre. Erneut muss Wrobel ernste Personalprobleme lösen. Vincent Wagner wird nach der fünften Gelben Karte am Samstag fehlen. Thomas Denker ist angeschlagen. Im schlimmsten Fall müsste RWE gegen die Kölner mit zwei neuen Innenverteidigern auflaufen. Den entsprechenden Pragmatismus hat Wrobel aber bereits verinnerlicht. „Vincent Wagner ist von seiner Spielweise her nicht eins zu eins zu ersetzen. Es geht nicht in erster Linie nur darum, wer in der Innenverteidigung spielt, sondern wie wir uns im Kollektiv präsentieren.“

Gerade die taktische Disziplin, mit der sein Team die Mainzer Offensive fast über 90 Minuten kaltgestellt hat, imponierte Wrobel. Daran gelte es nun anzuknüpfen: „Sehr hoch verteidigen, mit schnellen Balleroberungen und gutem Umschalten Angriffe vortragen und insgesamt gut gegen den Ball arbeiten“, lautet das Erfolgsrezept. „Wenn uns das gelingt, erwartet uns ein sehr interessantes Spiel“, glaubt der Polizeibeamte. Favorit sei zwar laut Tabelle und Potenzial die Mannschaft von Dirk Lottner, doch RWE hat sich für die Rückrunde ja ohnehin vorgenommen, einiges noch besser zu machen als im zweiten Halbjahr 2011.

Autor: Aaron Knopp

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