Der designierte DFB-Präsident Wolfgang Niersbach kämpft zum Beginn des EM-Jahres 2012 weiter für eine Versöhnung zwischen Michael Ballack und Joachim Löw.

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DFB plant Friedens-Gipfel mit Ballack

sid
09. Januar 2012, 11:15 Uhr

Der designierte DFB-Präsident Wolfgang Niersbach kämpft zum Beginn des EM-Jahres 2012 weiter für eine Versöhnung zwischen Michael Ballack und Joachim Löw.

"Der DFB hat großes Interesse daran, dass alle Beteiligten miteinander ins Reine kommen", sagte DFB-Generalsekretär Niersbach, nachdem sich am Sonntag bereits Ex-Teamchef und Bayer-Sportchef Rudi Völler für einen Friedens-Gipfel eingesetzt hatte.

Dem mittlerweile 35-jährigen Ballack vom Bundesligisten Bayer Leverkusen war im Juni 2011 von Löw mitgeteilt worden, dass seine Ära im Team des dreimaligen Welt- und Europameisters beendet sei. Es folgte eine öffentliche Schlammschlacht, in der Ballack den Bundestrainer sogar der Lüge bezichtigte. Ballack verzichtete seinerseits auf eine Berufung und einen offiziellen Abschied im Rahmen des Länderspiel-Klassikers im Spätsommer gegen Rekord-Weltmeister Brasilien in Stuttgart.

"Ich hoffe, dass wir die Dinge irgendwann bereinigen"

Zuletzt hatte auch Löw für ein Ende des monatelangen Streits mit dem 98-maligen Nationalspieler plädiert. "Ich hoffe, dass wir die Dinge irgendwann bereinigen. Wir alle, die daran beteiligt waren, hätten diese Sache besser lösen müssen, alle Beteiligten. So wie es kam und wie es momentan ist, ist es nicht zufriedenstellend. Alle, die in diesen Gesprächen involviert waren, haben es nicht geschafft", sagte der 51-jährige.

Auch Bayer-Geschäftsführer Wolfgang Holzhäuser sprach sich für einen ausführlicheren Abschied Ballacks als mit "Buch und Handschlag am Mittelkreis" aus. Ob es jedoch dazu kommt, ließ Ballack offen. "Es ist vorbei. Ich war schon immer ein Mensch, der bittere Dinge gut verarbeitet", sagte Ballack. "Trotzdem sind Dinge vorgefallen, die sind nicht mehr rückgängig zu machen. Ob man da jetzt mit einem Satz irgendwas ändert?"

Autor: sid

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