Als Rot-Weiss Essens Trainer Waldemar Wrobel mit seinem Team am Dienstag über die Baustelle zum Willi-Lippens-Platz stapfte, wartete „Ulli“ bereits.

RWE: Trainingsauftakt

Die Stürmersuche geht weiter

Aaron Knopp
04. Januar 2012, 19:15 Uhr

Als Rot-Weiss Essens Trainer Waldemar Wrobel mit seinem Team am Dienstag über die Baustelle zum Willi-Lippens-Platz stapfte, wartete „Ulli“ bereits.

„Das Ganze hatte etwas von Seefahrertum“, berichtet Wrobel. Das Sturmtief brachte mit sich, was Sturmtiefs meist im Gepäck haben: Sauwetter. Auf einen neuen Stürmer muss der Coach, der tags zuvor erst seinen 42. Geburtstag gefeiert hatte, jedoch weiter warten.

Der Bedarf ist klar. Vorne drückt der Schuh. Einen Kandidaten zu finden, der das eng abgesteckte Anforderungsprofil erfüllt, gestaltet sich jedoch als äußerst schwierig. Infrage kommt nur, wer sich bis über das Saisonende hinaus an den Verein binden will, treffsicher und obendrein vor allem bezahlbar ist. Oder, wie es Wrobel formuliert: „Das Gesamtpaket muss passen. Ich kann garantieren, dass wir niemanden holen werden, der nur vom Winter bis zum Sommer bei uns bleibt.“ Dennoch will der Coach nicht ganz ausschließen, jemanden zu finden, der in dieses Raster passt. „Die Wahrscheinlichkeit ist zwar nicht exorbitant hoch, aber ich will auch nicht garantieren, dass nichts mehr geschieht“, sagt Wrobel. Konkrete Gespräche allerdings? Derzeit Fehlanzeige.

Ivancicevic, Rodenberg, Kuta und Schneider außer Gefecht

Doch auch bereits verpflichtete Spieler fehlten beim Trainingsauftakt – selbstverständlich entschuldigt. Maik Kuta braucht nach seiner Verletzung noch etwas Zeit, genauso wie Adrian Schneider nach seiner Leisten-OP. Wesentlich zeitintensiver gestaltet sich die Angelegenheit bei Damir Ivancicevic (Kreuzbandriss) und Maik Rodenberg. Gerade der im Sommer aus Bielefeld an die Hafenstraße gewechselte Innenverteidiger bereitet der Sportlichen Leitung Sorge. Nach dem erneuten Eingriff am Knie arbeitet der 22-Jährige in der Reha. Prognose: nach wie vor ungewiss. Wieder voll mit dabei ist hingegen endlich Sebastian Jansen, der nach seinem Wechsel im Sommer bald vielleicht erstmals im RWE-Dress auflaufen könnte.

Für den kommenden Freitag (19.30 Uhr) ist zwar das erste Testspiel gegen Arminia Bielefeld angesetzt. Ob das Spiel angesichts der Witterungsbedingungen angepfiffen werden kann, ist jedoch noch nicht sicher. Essens Teammanager Damian Jamro verspricht allerdings: „Wir werden alles tun, um das Spiel durchzuführen. Das erste Heimspiel haben wir ja dann erst am 28. Januar.“ Dann ja vielleicht sogar mit einem neuen Angreifer im RWE-Dress.

Autor: Aaron Knopp

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