Der geplante Umbruch bei Bayern München nimmt immer konkretere Formen an.

FC Bayern plant weiter eine neue Ära

16. Januar 2007, 12:35 Uhr

Der geplante Umbruch bei Bayern München nimmt immer konkretere Formen an.

Der geplante Umbruch bei Bayern München nimmt immer konkretere Formen an. Nach dem Abschied von Hasan Salihamidzic in Richtung Juventus Turin ab Sommer bleibt in der kommenden Saison von der erfolgreichen Mannschaft, die 2001 die Champions League gewann, nicht mehr viel übrig. Oliver Kahn und Willy Sagnol sind dann künftig wohl die letzten Bayern-Profis, die die erfolgreiche Ära um die Jahrtausendwende mitgestaltet haben. Der dritte wäre Owen Hargreaves, doch den Mittelfeldspieler zieht es vehement in die Premier League nach England. Der Wechsel von `Brazzo´ Salihamidzic, der die Münchner ablösefrei verlässt und bei Juve einen Vierjahresvertrag unterschreiben wird, ist beim deutschen Rekordmeister ein weiterer Schritt in die Zukunft.

Die Bayern wollen Platz schaffen für junge Spieler wie etwa Jan Schlaudraff, aber auch für internationale Stars. Neben dem Abgang von Salihamidzic ist das Karriereende von Mehmet Scholl bereits beschlossene Sache. Claudio Pizarro und wohl auch Roque Santa Cruz sollen von den Stürmern abgegeben werden. Zudem wird Mittelfeldspieler Ali Karimi die Bayern im Sommer verlassen. Julio dos Santos ist bereits an den VfL Wolfsburg ausgeliehen und hat ebenfalls kaum eine Perspektive beim FC Bayern. Selbst der in der Vorrunde häufig kritisierte Brasilianer Lucio könnte bei einem passenden Angebot ganz schnell weg sein. So wie es jetzt bei Salihamidzic passiert ist. Neun Jahre war der Bosnier beim FC Bayern, gewann mit den Münchnern 2001 den Weltpokal und die Champions League, wurde insgesamt sechsmal deutscher Meister und viermal DFB-Pokalsieger. Dabei war der 30 Jahre alte Mittelfeldspieler, Dauerrenner und Publikumsliebling, schon einige Male abgeschrieben worden.

Doch Salihamidzic biss sich trotz einiger Verletzungen und namhafter Konkurrenz immer wieder durch. Jetzt sucht er neue Ziele und hat beim derzeitigen Zweitligisten Juventus eine `tolle Herausforderung´ gefunden: `Das ganze Paket stimmt.´ Als Ersatz für den Allrounder wird beim FC Bayern bereits der Schalker Hamit Altintop gehandelt. Dessen Vertrag läuft im Sommer aus. Altintop (24) wäre nach dem Aachener Angreifer Jan Schlaudraff (23/1,2 Millionen Abblöse) der zweite Neue aus der Bundesliga. Ein Thema ist angeblich auch der Berliner Spielmacher Yildiray Bastürk. Zudem fahnden die Bayern weiter nach einem absoluten Kracher, der den deutschen Meister auch international weiterbringen soll.

Zuletzt waren Stars wie Arjen Robben, Franck Ribery, Juan Roman Riquelme oder Luca Toni mit den Münchnern in Verbindung gebracht worden. Manager Uli Hoeneß hatte im Trainingslager in Dubai jedoch alle Spekulationen vom Tisch gewischt, allerdings eingeräumt, `dass wir uns weiter darum bemühen, namhafte Spieler für die neue Saison zu verpflichten. Aber ob man sie kriegt, ist eine andere Sache´. 30 bis 40 Millionen Euro stehen zur Verfügung. Gleichzeitig wollen die Münchner laut Hoeneß aber auch weiterhin jungen Spielern `Entwicklungschancen´ geben. Nur so wachse eine neue Mannschaft zusammen. Spieler wie Bastian Schweinsteiger, Philipp Lahm, Lukas Podolski, Michael Rensing, Schlaudraff oder auch Andreas Ottl sollen für eine neue Ära beim FC Bayern stehen.

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