Für die Zebras ist das turbulente Jahr glimpflich zu Ende gegangen. Nichtsdestotrotz ist die Hinrunde im Vergleich zu den beiden Vorjahren eine Katastrophe.

Fünf Mann vor dem Aus

Keine Chance für Panikeinkauf Lazok

22. Dezember 2011, 16:37 Uhr

Für die Zebras ist das turbulente Jahr glimpflich zu Ende gegangen. Nichtsdestotrotz ist die Hinrunde im Vergleich zu den beiden Vorjahren eine Katastrophe.

Zuletzt standen zur Halbzeit jeweils 34 Punkte auf dem Konto. Aktuell sind es gerade einmal 20 Zähler. Schlechter war Duisburg nur in der Abstiegssaison 1985/86.

Hauptgrund für das schwache Abschneiden ist der schlechte Start. Drei Heimpleiten unter Milan Sasic sowie die erschreckende Auswärtsbilanz haben zum Absturz des Pokalfinalisten geführt. Saisonübergreifend haben die Zebras nur eins der letzten zehn Spiele in der Fremde gewonnen - 2:1 in Aue unter der Leitung von Oliver Reck.

Erst der Trainerwechsel hat beim MSV gefruchtet. Seit Recks Übernahme ist die Stimmung gestiegen, die Zebras holten elf von möglichen 21 Punkten und galoppierten ins Mittelfeld. Reck: „Den Aufwärtstrend wollen wir im nächsten Jahr fortsetzen. Aber jetzt sollen sich die Jungs erst einmal ein paar Tage erholen.“

Diese Freizeit hat Sportdirektor Ivica Grlic nicht, für ihn beginnt erst die Arbeit. Duisburg wird, oder besser muss, die Wechselfrist nutzen, um auszutauschen und abzuspecken. Zwar sind die Stadionprojektgesellschafter, die Hellmich-Marketing sowie ein dritter Sponsor eingesprungen, um die rund eine Million Euro bei der Zweitlizenzierung zu stemmen, dennoch muss der MSV streng auf die Kohle achten. Und da kommen Transfererlöse gelegen.

Abgänge entscheiden über Zugänge

Nach Jiayi Shao, den es in seine Heimat nach China zurückgezogen hat, könnte es weitere Abgänge geben. Kandidaten für einen Wechsel sind die Abwehrspieler Daniel Reiche und Sergej Karimow, die den Sprung nicht geschafft haben. Aber auch Panikeinkauf Janos Lazok dürfte kaum eine Zukunft in Duisburg haben. Der Offensive kann die Erwartungen Recks nicht erfüllen.

Außerdem steht Youngster Burakcan Kunt außen vor. Wie sich Florian Fromlowitz verhält und ob er den ausgerufenen Zweikampf mit Felix Wiedwald annehmen wird, bleibt abzuwarten. Doch ein erneuter Wechsel des Keepers scheint derzeit eher unwahrscheinlich zu sein, auch wenn dieser sicherlich ein paar Euros in die klamme Kasse spülen würde.

Ob im Gegenzug auch Neuzugänge in Duisburg anheuern werden, hängt von den Abgängen ab. „Wir haben nur einen begrenzten finanziellen Spielraum zur Verfügung, versuchen aber alles, um Oliver Recks Wünsche zu erfüllen“, berichtet Geschäftsführer Roland Kentsch.

Autor:

Mehr zum Thema

Wettbewerbe

Rubriken

Kommentieren