Ein turbulentes Jahr liegt hinter RWO. Erst der Abstieg, nun der erneute Abstiegskampf. RS unterhielt sich mit RWOs Aufsichtsratsvorsitzendem Hartmut Gieske.

RWO: Gieske

"Das war wie eine Seuche"

Christian Brausch
22. Dezember 2011, 12:17 Uhr

Ein turbulentes Jahr liegt hinter RWO. Erst der Abstieg, nun der erneute Abstiegskampf. RS unterhielt sich mit RWOs Aufsichtsratsvorsitzendem Hartmut Gieske.

Hartmut Gieske, wie fällt Ihr Fazit für das Jahr 2011 aus?
Wenn wir über RWO sprechen, dann reden wir nicht nur über die erste Mannschaft. Da geht es auch um die U23 und die A-Jugend. Nehme ich alles zusammen, dann war 2011 kein schlechtes Jahr. Die A-Jugend spielt sensationell in der Bundesliga, die U23 legt eine klasse Serie hin. Nur die erste Elf hinkt den Erwartungen hinterher.

Wie groß ist die Angst vor dem Doppelabstieg?
Darüber denke ich keine Sekunde nach. Ich bin davon überzeugt, dass wir uns so gezielt verstärken, dass wir zusammen den Klassenerhalt erreichen werden.

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Sie wurden zuletzt sehr oft und sehr früh im Innenraum gesehen. Wie nervös sind Sie derzeit bei den Spielen von RWO?
Es wäre paradox, wenn ich in der aktuellen Situation 90 Minuten mit den Händen im Schoß auf der Tribüne sitzen würde. Das bin ich nicht, ich fieber mit. Daher war es so wichtig, dass wir mit einem Sieg in die Weihnachtsfeier gehen konnten. So ist der Abstand nicht zu groß geworden. Und das 2:0 ist gegen Burghausen vor allem in der ersten Hälfte eindrucksvoll gelungen. Wenn wir jetzt noch den einen oder anderen qualitativ stärkeren Spieler hinzufügen können, dann müssen wir uns vor der Rückrunde keine Sorgen machen. Allerdings muss in jedem Spiel echte Malocherarbeit abgeliefert werden.
In den ersten 21 Partien gab es fast 40 Ausfälle. Fühlten Sie sich manchmal wie im falschen Film?
Eindeutig ja. Ich weiß nicht, womit wir das verdient hatten. Das war wie eine Seuche, ich hatte Angst um jede Trainingseinheit und die anschließenden Meldungen. Daher kann 2012 nur besser werden.
Was wünschen Sie sich sportlich zu Weihnachten?
Zunächst wünsche ich allen Sponsoren, den Beschäftigten, dem Vorstand, dem Aufsichtsrat und den Fans ein paar besinnliche Weihnachtstage, um Luft zu holen und den Akku aufzuladen. Und dann geht es im neuen Jahr mit Volldampf an die Aufgaben, die wir haben. Für die erste Mannschaft heißt das, dass wir alles tun müssen, um den Klassenerhalt zu sichern.

Autor: Christian Brausch

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