Schalkes Christoph Metzelder hatte nach dem 3:1-Sieg gegen Augsburg Mitleid mit ihm. Und Horst Heldt fand die Kritik größtenteils unberechtigt.

S04: Pfiffe gegen Jurado

Heldt und Metze nehmen Spanier in Schutz

06. Dezember 2011, 16:03 Uhr

Schalkes Christoph Metzelder hatte nach dem 3:1-Sieg gegen Augsburg Mitleid mit ihm. Und Horst Heldt fand die Kritik größtenteils unberechtigt.

Viele Zuschauer in der Arena aber hatten mal wieder ein Problem mit dem Auftritt von Jurado. Der Spanier, der in der vergangenen Saison vor allem in der Champions League seine herausragenden Fähigkeiten angedeutet hatte, war beim 3:1-Sieg gegen den FC Augsburg der einzige Schalker Verlierer. „Er saß wie ein Häuflein Elend in der Kabine“, berichtete Christoph Metzelder.

"Jose war körperlich am Ende"

Das hatte aber nicht nur seelische Ursachen beim sensiblen Spanier. Nach harten Wochen auf der Bank durfte er gegen Bukarest und nun gegen Augsburg von Beginn an ran. Für den feinen Techniker eine wohl zu hohe körperliche Herausforderung. „Jose war körperlich am Ende. Er hat lange nicht gespielt und jetzt zwei Partien hintereinander gemacht. Ihm fehlt völlig der Rhythmus“, wusste Metzelder. „Dass sich bei fehlender körperlichen Frische auch Fehler einschleichen, ist normal. Er hat seine spezielle Spielweise, wenn es gut läuft, begeistert er dadurch, aber wenn nicht, hat er vielleicht nicht den Kampfgeist eines deutschen Spielers.“

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Über die Pfiffe des Publikums hatte er mit Jurado lieber nicht gesprochen, um den verunsichert wirkenden Profi nicht zusätzlich zu belasten. Auch Manager Horst Heldt bescheinigte Jurado bewusst ein „gutes Spiel“. Der ballverliebte Offensivkicker hätte diszipliniert nach hinten gearbeitet und wäre mit zunehmender Spieldauer an seine konditionellen Grenzen gestoßen. „Er hat manchmal Szenen, aus denen er mehr machen kann, wie zum Beispiel, als Raúl ihn über rechts einsetzen wollte“, übersah Heldt aber nicht die Situation, nach der Jurado bei den Anhängern endgültig verspielt hatte.

"Er ist noch jung und wird an sich arbeiten"

Schalkes Manager scheint an das Gute im Menschen zu glauben und will den 13-Millionen-Euro-Einkauf in der Winterpause nicht abgeben. „Er ist noch jung und wird an sich arbeiten“, denkt Heldt. Anfragen gäbe es für den Ex-Madrider übrigens auch nicht und Jurado selbst habe keine Absicht geäußert, Schalke verlassen zu wollen.

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