Der deutsche Fußball fürchtet um seinen bei der 
WM erworbenen guten Ruf.

DFB-Appell: Kampf den Wirr-Köpfen

04. Oktober 2006, 15:13 Uhr

Der deutsche Fußball fürchtet um seinen bei der
WM erworbenen guten Ruf.

Deshalb appellierte der Deutsche
Fußball-Bund (DFB) im Vorfeld des EM-Qualifikationsspiel der
deutschen Nationalmannschaft am kommenden Mittwoch in Bratislava
gegen die Slowakei erneut an seine Fans, den Verband im Kampf gegen
Hooligans zu unterstützen.
`Wir fordern in aller Deutlichkeit unsere Fans auf, die
Minderheit der Wirrköpfe und Chaoten in die Schranken zu weisen´,
erklärte DFB-Kommunikationschef Harald Stenger am Mittwoch in
Berlin, wo sich der WM-Dritte zunächst einmal auf das
Freundschaftsspiel am Samstag in Rostock gegen Georgien vorbereitet.
Anlass dieser Aufforderung ist das bislang letzte Duell der
DFB-Auswahl in der Slowakei am 3. September 2005, als ebenfalls in
Bratislava deutsche Krawallmacher nach der 0:2-Pleite der deutschen
Elf für schwere Randale gesorgt hatten, in deren Verlauf sechs
Personen verletzt worden waren, davon einer schwer.
Einige unverbesserliche Chaoten unter den insgesamt rund 500
deutschen Fans hatten nach dem Spiel eine Absperrung durchbrochen
und sich mit slowakischen Sicherheitskräften eine wüste Schlägerei
geliefert. Schon während der Partie waren die Randalierer mit
rechtsradikalen Parolen aufgefallen.
Damals hatten die Hooligans vor Ort die Karten erworben,
obwohl ihnen offiziell in Deutschland keine zugeteilt worden waren.
`Auch diesmal liegen uns wieder Hinweise vor, dass man vor Ort
wieder Karten auf dem Graumarkt organisieren kann´, erläuterte
Stenger, der die Position des Verbandes gegen Gewalt und Rassismus
noch einmal herausstellte. Tickets für das Auswärtsspiel in
Bratislava seien wie immer nur an Mitglieder des Fanklubs
Nationalmannschaft gegangen sowie an die organisierten Fanklubs der
Lizenzvereine. `Bislang sind keine 1000 Karten für das Spiel in der
Slowakei verkauft wurden´, sagte Stenger.
Am Montag haben sich in Bratislava noch einmal DFB-Vertreter,
unter anderem DFB-Sicherheitsexperte Alfred Sengle, mit den
Gastgebern getroffen, um über die Sicherheit zu beraten. `Es gibt
klare Absprachen, dass vor Ort keine Tickets an Deutsche verkauft
werden, die nicht offiziell Karten erworben haben´, meinte Stenger.
Es sei gerade bei diesem Spiel wichtig, dass das tolle Bild, das
Deutschland bei der WM im eigenen Land abgegeben habe, nicht
zerstört werde.

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