„Wer hat an der Uhr gedreht? Ist es wirklich schon so spät?“ Gerne bei Hallenturnieren gespielt, rückt diese Frage am Sonntag auf dem Feld in den Blickpunkt.

WF: Landesliga kompakt

Uhr-Unsinn! Treffer in der 101. Minute

05. Dezember 2011, 14:29 Uhr

„Wer hat an der Uhr gedreht? Ist es wirklich schon so spät?“ Gerne bei Hallenturnieren gespielt, rückt diese Frage am Sonntag auf dem Feld in den Blickpunkt.

Landesliga Westfalen 2

Vor zwei Wochen noch totgesagt und plötzlich wieder richtig fidel – der VfL Schwerte ist definitiv im Aufschwung und hat zum Abschluss der Hinserie wieder Kontakt zu den Nicht-Abstiegsplätzen hergestellt. Der 2:1-Erfolg beim Hasper SV war der erste Auswärtssieg des VfL und lässt den Rückstand auf den BSV Menden (2:3 beim Kiersper SC) auf drei Punkte schmelzen.

Wer hat an der Uhr gedreht?

Ach ja, wenn die Technik versagt, dann macht der Mensch Fehler. Oder hatte Schiedsrichter Martin Thüner einfach nur großen Gefallen an der Partie zwischen dem SV Rothemühle und der SpVg. Hagen gefunden? Den Treffer zum 2:0-Endstand markierte Niklas Wilke jedenfalls in der 101. Minute. Frank Hintzke, Trainer der „Elfer“, klärt auf: „Seine Uhr war wohl kaputt, die Linienrichter hatte keine an und er wollte einfach nicht einsehen, dass er sich vertan hat. Ich habe ihn darauf hingewiesen, da hat er mich noch hinter die Bande geschickt. Als wir zehn Minuten drüber waren, hat er dann eine Minute Nachspielzeit angezeigt und wir haben getroffen.“

Was den Coach angesichts des knappen Vorsprungs zuerst erregte, war ihm hinterher ziemlich egal. „Hauptsache gewonnen“, sagte er erleichtert. „Im Endeffekt war es auch verdient, weil wir unsere Chancen genutzt haben. Wir haben davon profitiert, dass Rothemühle unbedingt gewinnen wollte und haben zwei Mal gut gekontert.“

Topspiel ohne Sieger

Im Spitzenspiel zwischen dem TSV Weißtal und Borussia Dröschede hatten die Gastgeber den Ligaprimus am Rande der zweiten Niederlage, doch Faruk Cakmak glich den Führungstreffer von Alexander Völkel aus und stellte den 1:1-Endstand her. Damit hat sich die Borussia die Herbstmeisterschaft gesichert und liegt auf Kurs Wiederaufstieg. Die Verfolger konnten die Punkteteilung indes nicht nutzen, um den Abstand zu verkürzen. RW Hünsborn kam nicht über ein 0:0 bei Kellerkind Hemer hinaus, Hohenlimburg spielte 1:1 bei der Reserve des TuS Erndtebrück.

Landesliga Westfalen 3

Sehen wir den Tatsachen ins Auge. Wenn die Rede von der Landesliga Westfalen 3 ist, dann kann getrost eine scharfe Trennlinie gezogen werden. Auf der einen Seite stehen SW Wattenscheid 08 und Mengede 08/20, die den Meisterschaftskampf unter sich ausmachen werden. Die 08er besiegten am Sonntag Angstgegner Sodingen in einer abwechslungsreichen Partie mit 4:2, die Dortmunder fuhren einen mühsamen 2:0-Erfolg gegen den VfB Waltrop ein.
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“Herbede ist unser Ansporn“

Ab Platz drei wird dann aber um jeden Punkt hart gekämpft. Erfolgreichstes Team der letzten Wochen ist der TuS Stockum. Die Elf von der Pferdebachstraße feierte durch das klare 4:0 gegen Weitmar 45 den sechsten Sieg aus den letzten sieben Partien und ist nach einem krassen Fehlstart nun schon Sechster.

Ganz zufrieden war Trainer Thomas Drahten mit der Leistung seiner Mannschaft am Sonntag allerdings nicht. „In der Halbzeit bin ich etwas lauter geworden, weil wir nur 1:0 geführt haben. Die Rote Karte gegen Weitmar hat uns eher geschadet, weil wir plötzlich drei Gänge zurückgeschaltet haben.“ Seine Schützlinge versöhnten ihn nach der Pause allerdings und lassen ihn ein selbstbewusstes Zwischenfazit ziehen. „Wir haben uns gefestigt. Die ersten beiden sind weg, aber Herbede ist als Lokalkonkurrent unser Ansporn. Da wollen wir rankommen.“ Der SVH (4:1 gegen Arminia Marten) rangiert mit vier Punkte mehr auf dem dritten Platz.

Ein Krankenwagen am Mittelkreis

Letzter gegen Vorletzter, die beiden schlechtesten Angriffsreihen unter sich, da war kein Fußballfest zu erwarten. Immerhin zeigten die Akteure von Fortuna Herne und dem FC 96 Recklinghausen engagierte Leistungen und bemühten sich dabei um konstruktiven Spielaufbau. Indes, es half nicht. Am Ende stand das Ergebnis gewissermaßen Pate für die Misere beider Vereine: 0:0. Für die größte Aufregung sorgte während der 90 Minuten übrigens einen Krankenwagen. Der holte den verletzten Marcel Pries, dessen Blessur sich inzwischen „nur“ als einfacher Bänderriss entpuppte, nämlich gleich am Mittelkreis ab. Gut, dass an der Nordstraße auf Asche gespielt wird...

Als Gewinner durften sich im Abstiegskampf übrigens SW Eppendorf (1:0 gegen den SV Höntrop) und der WSV Bochum (0:0 beim SV Zweckel) fühlen, die wichtige Zähler sammelten.

[i]Auf Seite 2: Das Wochenende in den Staffeln 4 und 5[/i]

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