Die Welt des MSV könnte in Ordnung sein. Seit drei Spielen ist das Team ungeschlagen und am Montag steigt das Derby gegen Düsseldorf. Doch Ruhe gibt es nicht.

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Der Streit geht weiter

03. Dezember 2011, 11:38 Uhr

Die Welt des MSV könnte in Ordnung sein. Seit drei Spielen ist das Team ungeschlagen und am Montag steigt das Derby gegen Düsseldorf. Doch Ruhe gibt es nicht.

Denn der Streit in den Gremien geht nach wie vor weiter. Der Aufsichtsrat des Vereins hat während seiner Sitzung zwar keinen neuen Vorstand gefunden, doch die Ergebnisse des Treffens lassen Böses erahnen.

"Vorab: Wir haben niemanden gewählt", berichtet Aufsichtsratsmitglied Markus Räuber. Grund: Es hat Spekulationen gegeben, nach denen der Aufsichtsrat bereits einen neuen Vorstand wählen wollte.

Doch damit war der Aufsichtsrat der MSV Duisburg GmbH & Co. KGaA nicht einverstanden. In einer Erklärung machte er deutlich: "Die Abberufung des aktuellen Vorstandes ist satzungsgemäß nur im Rahmen einer Mitgliederversammlung möglich. Der jetzige Vorstand mit Dieter Steffen und Dr. Stephan Bock hat erklärt, dass er sich im Rahmen der Mitgliederversammlung dem Votum durch die Mitglieder stellen würde. Außerdem fordern wir alle Verantwortlichen im Verein auf, bei ihren Entscheidungen ausschließlich die Interessen des MSV Duisburg in den Vordergrund zu stellen und danach zu handeln."

Ob das noch geschehen wird, ist allerdings fraglich. "Wir haben uns juristisch beraten lassen", berichtet Räuber, der erst am Freitagmorgen von einer Asienreise zurückgekehrt ist und erklärt: "Es ging um die unterschiedliche Rechtsauffassungen und Haftungsfragen auch gegenüber der KGaA."

Der Aufsichtsrat hat den Klubvorstand schriftlich darüber informiert. "Außerdem wollen wir uns am Dienstag mit den beiden zu einem Gespräch treffen, in dem man sich noch einmal eindringlich austauscht."

Doch was soll dieses Gespräch bringen? Der Aufsichtsrat unter der Leitung von Hans-Werner Tomalak hat sich ja bereits eindeutig geäußert und klargestellt, dass eine weitere Zusammenarbeit mit Steffen und Bock ausgeschlossen sei.

"Natürlich werden wir uns anhören, was der Aufsichtsrats überhaupt will", macht Bock klar, dass er und Steffen am Dienstag dabei sein werden. "Wir werden uns mit Sicherheit nicht gegen eine Zusammenarbeit wehren. Wir fordern Kooperationsbereitschaft und die werden wir natürlich auch zeigen."

Bock weiter: "Wir sind der Vorstand, handeln weiter und sind schon gespannt, wie der Aufsichtsrat in den nächsten Tagen handeln und welches Konzept er präsentieren wird."

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