Es hat sich einiges getan bei den RWE Volleys Bottrop in der spielfreien Zeit: Trainer Johan Verstappen ist weg und auch Diagonalangreifer Falko Steinke.

RWE Volleys Bottrop

Verstappen und Steinke suchen das Weite

Desirée Kraczyk
01. Dezember 2011, 18:25 Uhr

Es hat sich einiges getan bei den RWE Volleys Bottrop in der spielfreien Zeit: Trainer Johan Verstappen ist weg und auch Diagonalangreifer Falko Steinke.

Zu den genauen Gründen wollten sich die Verantwortlichen des Volleyball-Bundesligisten zwar nicht äußern, fest steht aber, dass der sportliche Fehlstart in die Saison nicht ausschlaggebend war. „Johan Verstappen hat uns mitgeteilt, dass er nicht mehr mit uns weiter arbeiten möchte. Er hatte kein Vertrauen mehr in uns und hat keine Basis mehr gesehen“, erläutert Wolfgang Donat, Manager der RWE Volleys. „Man müsste ihm ein gutes Zeugnis ausstellen, nur leider hatten wir kein Glück.“

Das gilt auch für Falko Steinke, der ebenso nach nur sechs Bundesliga-Spielen für die RWE Volleys wieder das Weite sucht. „Er hat aus persönlichen Gründen um Vertragsauflösung gefunden“, erklärt Donat. Damit aber noch nicht genug: Der Australier Jasper Boyschau zog es nach einer schweren Meniskusverletzung vor, in die Heimat zurückzukehren. Als ob die sportliche Situation bei den Bottropern ohnehin nicht schon schwer genug wäre, kommen nun also noch weitere Faktoren hinzu, die nicht gerade für Optimismus bei den Anhängern sorgen dürften.

Zumindest können die Verantwortlichen bereits einen Nachfolger auf dem Trainerposten präsentieren – einen namhaften dazu. Igor Prieložný, von 1990 bis 1994 Trainer der deutschen Nationalmannschaft, soll die RWE Volleys nun wieder in die Erfolgsspur zurückbringen. „Wenn ein Freund anruft, sollte man nicht Nein sagen“, sagt der 54-Jährige. „Ich stand noch nie in so einer Situation, es ist aber auch eine Herausforderung.“ Widersprechen mag da keiner. Anfang der Woche ist er in Bottrop eingetroffen, von einer optimalen Vorbereitung auf die nun richtungsweisenden Spiele kann somit nicht die Rede sein, zumal Training aufgrund der Turbulenzen zwischenzeitlich sogar pausiert wurde.

„Ich muss mir erst noch ein Bild von dem neuen Trainer machen, aber natürlich erhoffe ich mir einen Schub nach vorne. Kompetenz und Erfahrung sind ausreichend vorhanden“, bemerkt Kapitän Lukas Kampa. Der Nationalspieler ist gerade erst vom vorolympischen Qualifikationsturnier im französischen Tourcoing, das die Deutschen mit dem Turniersieg beendet haben, zurückgekehrt.

Beim TV Rottenburg am Sonntag dürfen somit noch keine Wunderdinge zu erwarten sein. Mit Fernando Costa soll aber bereits in Kürze für Verstärkung gesorgt sein. Der Brasilianer hatte erst im Sommer die RWE Volleys verlassen. Außerdem soll noch ein Außenangreifer folgen.

Autor: Desirée Kraczyk

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