Beim 2:1-Sieg gegen Steaua Bukarest waren Torschütze Raúl und Jermaine Jones die besten Schalker. Jurado,

S04: Einzelkritik

Jones und Raúl die besten Schalker

01. Dezember 2011, 20:59 Uhr

Beim 2:1-Sieg gegen Steaua Bukarest waren Torschütze Raúl und Jermaine Jones die besten Schalker. Jurado, "Baumi" und Huntelaar fielen ein wenig ab.

Nach der starken Anfangsphase hätte die Leistung gegen die Rumänen zwar überzeugender sein können, doch was soll's? Mit dem Sieg hat Schalke vorzeitig und sogar als Tabellenerster die K.o. -Runde erreicht.

[u]Hier die Noten dazu:[/u]

Lars Unnerstall (3): War weitestgehend beschäftigungslos. Der Schuss von Raul Rusescu war tatsächlich der einzige der Rumänen, der aufs Tor kam.

Marco Höger (3): Leistete sich schon in den ersten Minuten einige Stellungsfehler, die sein Gegenspieler Cristian Tanase aber zum Schalker Glück nicht nutzen konnte. Fing sich schnell und sorgte mit vielen Vorstößen immer wieder für eine Verlagerung des meist linkslastigen Spiels.

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Kyriakos Papadopoulos (3+): War in der 25. Minute nach der Flanke von Jurado an der richtigen Stelle und lenkte den Kopfball unhaltbar zum 1:0 ins Bukarester Netz.

Joel Matip (3): Sah nur, wie die gesamte Schalker Defensive, beim Gegentor schlecht aus. Da staunten alle, wie gut die Gäste plötzlich Fußball spielen konnten. Hatte davon ab nicht viel zu tun, leistete sich aber einige wenige Querschläger.

Christian Fuchs (3): Von Beginn an sehr dynamisch, lief immer wieder über links und schickte vor allem in der ersten halben Stunde eine Flanke nach der anderen in den Strafraum. Weil den Hereingaben oft die Präzision fehlte, resultieren aus der optischen Schalker Überlegenheit in der Pahse nur ein Tor.

Jermaine Jones (2): Stand zunächst sehr tief, fast auf einer Höhe mit den beiden Innenverteidigern. Sehr konzentriert, aber beim 1:1 der Rumänen nicht auf der Höhe der Gegenspieler. Lief sich dafür die Lunge aus dem Hals, am Sonntag kann er sich gegen Augsburg wegen seiner Gelbsperre ja auch ausruhen.

Lewis Holtby (3-): Leitete den Ausgleich mit einem leichtsinnigen Ballverlust ein. Als er kurz darauf erneut das Leder vertändelte, wurde es Huub Stevens zu bunt und der Trainer stauchte seinen „Zehner“ lautstark zurecht. Steigerte sich im Laufe der Partie und ließ die Nachlässigkeiten dann auch bleiben.

Alexander Baumjohann (4+): Hatte anfangs einige gute Szenen, weil ihn seine Nebenleute auch immer wieder einsetzten. Doch er machte nichts aus den vielen Ballkontakten und verlor vor allem in aussichtsreicher Nähe zum Bukarester Tor stets den Überblick.

Raúl (2): Da war es endlich, sein erstes Tor in der Europa League! Staubte aus fünf Metern zum 2:1 ab, nachdem sich Huntelaar nicht zum Abschluss aufraffen konnte. Hatte schon nach neun Minuten eine erste Halbchance durch einen Kopfball, den Steaua-Keeper Ciprian Tatarusanu sicher hielt. Bot sich immer wieder an und machte mit klugen Pässen das Spiel schnell. Sein Landsmann Antonio Lahoz allerdings wurde nicht sein Freund, der Schiedsrichter aus Spanien ließ einige Fouls an Raúl ungeahndet.

Jurado (4): Es ist einfach zum verzweifeln mit ihm. Da hatte er mit der Torvorlage auf „Papa“ schon einen guten Einstieg in die Partie, doch dann verzettelte er sich wieder zusehends. Sein schwacher Heber von halblinks in der 35. Minute fiel genau in diese Phase.

Klaas-Jan Huntelaar (4+): Eigentlich war das ein Spiel nach seinem Geschmack. Allein in den ersten 20 Minuten produzierte Schalke Ecken und Flanken am Fließband, doch er scheiterte zunächst mit einem Linksschuss in der 5. Minute nach Jurados Vorlage und einem weiteren zu schwachen Versuch nach einer halben Stunde. Kurz nach der Pause war er ganz nahe am 2:1, aber sein Flachschuss knallte an den Außenpfosten.

Julian Draxler (ohne Note): Sorgte nach seiner Einwechslung noch einmal für frischen Schwung auf der linken Angriffsseite.

Christoph Moritz (ohne Note): Stevens gönnte ihm ein kurzes Comeback, nachdem er zuletzt mehrmals in der Regionalliga-Reserve Spielpraxis sammeln konnte.

Ciprian Marica (ohne Note): Hätte kurz vor Schluss das 3:1 gegen seine Landsleute machen können, zögerte aber beim Abschluss zu lange.

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