Dienstagabend auf dem Vereinsgelände des FCR Duisburg – es ist nach dem morgendlichen Training die zweite Einheit nach dem Coup gegen Turbine Potsdam.

FCR 2001 Duisburg

Ketelaer ist versöhnt

Desirée Kraczyk
30. November 2011, 17:29 Uhr

Dienstagabend auf dem Vereinsgelände des FCR Duisburg – es ist nach dem morgendlichen Training die zweite Einheit nach dem Coup gegen Turbine Potsdam.

Der spektakuläre 3:2-Sieg gegen den Deutschen Meister ist auch zwei Tage später das Thema schlechthin, nicht nur bei den hartgesottenen Fans, die bei der Kälte am Platz ausharrten. „Wir haben die Euphorie ins Training übertragen“, verrät Marco Ketelaer, stellt gleichwohl aber auch klar, dass der Fokus nun bereits auf die Pflichtaufgabe im DFB-Pokal gegen den Zweitligisten FSV Gütersloh 2009 gerichtet ist (Sonntag, 14 Uhr, Heidewaldstadion).

Der Triumph in der brandenburgischen Landeshauptstadt war in vielerlei Hinsicht eine Bestätigung: Zum einen haben die „Löwinnen“ bewiesen, dass sie auch in dieser Saison – die im Sommer im vorgestellten Dreijahresplan noch als Übergangssaison daherkam – an der Tabellenspitze mithalten können. Vor der Beendigung der Hinrunde haben vielmehr die hochambitionierten Frankfurterinnen Probleme, den Anschluss zu halten.

Zum anderen kann sich auch Trainer Ketelaer in seinem Kurs bestätigt fühlen. Vor der Länderspielpause noch hatte er trotz des 3:1-Sieges gegen Bayern München harsche Kritik an seiner Mannschaft geübt. Von einer „grausamen und traurigen Vorstellung“ hatte Ketelaer gesprochen, einzelne Spielerinnen in die Pflicht genommen und ein böses Erwachen in den Partien gegen Potsdam und Frankfurt heraufbeschwört, wenn keine Leistungsexplosion erfolge.

Ganz andere Worte fand Ketelaer freilich nach dem Sieg in Potsdam, der bis dato letzte Erfolg im Karl-Liebknecht-Stadion gelang in der Saison 2007/2008. „Überglücklich und stolz“ war er. Am Dienstagabend bemerkte der 42-Jährige zudem: „Mit meiner Beurteilung nach dem Bayern-Spiel war ich etwas streng, die war vielleicht auch etwas überspitzt.“ Die Wirkung wurde gleichwohl nicht verfehlt. Wie nachhaltig diese aber ist, das wird sich erst noch zeigen. Nach dem Viertelfinalspiel gegen Gütersloh gastiert bereits der 1. FFC Frankfurt im heimischen PCC-Stadion.

Autor: Desirée Kraczyk

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