Lukas Podolski und eine große Portion Glück haben der deutschen Fußball-Nationalmannschaft einen Start nach Maß in die EM-Qualifikation beschert.

Start nach Maß in EM-Quali durch Podolskis Glückstor

02. September 2006, 22:38 Uhr

Lukas Podolski und eine große Portion Glück haben der deutschen Fußball-Nationalmannschaft einen Start nach Maß in die EM-Qualifikation beschert.

Lukas Podolski und eine große Portion Glück haben der deutschen Fußball-Nationalmannschaft einen Start nach Maß in die EM-Qualifikation beschert. Der Stürmer des deutschen Rekordmeisters Bayern München erzielte mit einem abgefälschten Freistoß in der 57. Minute den Siegtreffer zum 1:0 (0:0) gegen Irland. 56 Tage nach dem 3:1 im WM-Spiel um Platz drei in Stuttgart gegen Portugal sicherte `Poldi´ an selber Stelle dem neuen Bundestrainer Joachim Löw einen Erfolg in dessen erstem Pflichtspiel. Damit gelang der Auswahl des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) der erste Sieg gegen die Iren seit dem 22. Mai 1979 (3:1 in Dublin). Schon am kommenden Mittwoch (20.45 Uhr, live im ZDF) in San Marino hat die deutsche Offensivabteilung die Chance, zu alter Torgefahr zurückzufinden, denn trotz des Sieges hakte es im Angriff.
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Während die neu formierte Abwehr über weite Strecken überzeugte, mangelte es Miroslav Klose, Podolski und Co. gegen die kampfstarken Iren an Durchschlagskraft. Beim Treffer durch Podolski, der bei den Münchnern derzeit keinen Stammplatz besitzt, fälschte der irische Kapitän Robbie Keane den Ball unhaltbar für seinen hervorragenden Torwart Shay Given ab. Irlands Trainer Steve Staunton musste eine Viertelstunde vor Schluss auf die Tribüne, nachdem er am Spielfeldrand eine Flasche umgetreten hatte. Die deutsche Elf tat sich vor 53.198 Zuschauern im ausverkauften Gottlieb-Daimler-Stadion von Beginn an schwer. Flüssige Kombinationen blieben zunächst ebenso aus wie das schnelle und präzise Passspiel in die Spitze, das das DFB-Team beim 3:0 gegen die Schweden vor zweieinhalb Wochen noch so eindrucksvoll gezeigt hatte. Schon nach anderthalb Minuten hätten die Gäste in Führung gehen können, doch ein Kopfball von Keane verfehlte den Winkel des deutschen Tores um Zentimeter.
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Die deutsche Mannschaft konnte sich in der Anfangsphase dagegen kaum Chancen erarbeiten. Ein unabsichtliches Handspiel von Stephen Carr (14.) im Strafraum nach einem Zweikampf mit Podolski ahndete Schiedsrichter Luis Medina Cantalejo (Spanien) zu Recht nicht mit einem Strafstoß. In der 25. Minute trudelte ein abgefälschter Schuss von Kapitän Michael Ballack, der nach überstandener Hüftprellung noch nicht wieder der tonangebende Regisseur war, weit am Tor vorbei. Dennoch schien diese Aktion wie ein Startsignal für die Gastgeber gewesen zu sein. In der 28. Minute zwang Klose den Torwart Given mit einem Kopfball nach Vorlage von Bastian Schweinsteiger zu einer Glanzparade. Es folgten Chancen im Minutentakt. Zunächst scheiterte Podolski (29.) mit einem Schuss vom linken Strafraumeck an Given. Danach konnte Ballack (30.) einen Kopfball freistehend vor dem irischen Tor nicht richtig kontrollieren, bevor Podolski (31.) knapp das Tor verfehlte.

In dieser Phase verstummten auch die 15. 000 irischen Fans, die zumindet in der Anfangsphase tonangebend gewesen waren. Löw hatte die erwartete Startelf aufgeboten. Nach dem Ausfall der Innenverteidiger Per Mertesacker, Robert Huth, Jens Nowotny und Christoph Metzelder vertraute er wie angekündigt in der zentralen Defensive auf Arne Friedrich, der sich vor der Pause zwei Stellungsfehler leistete, und dessen Namensvetter Manuel. Der Auftakt nach der Pause war turbulent. Zunächst köpfte Podolski (48.) übers Tor, doch auch die Iren blieben gefährlich. Einen Freistoß von Steven Reid (50.) konnte Jens Lehmann nicht festhalten. Im Gegenzug verhinderte erneut der hervorragend reagierende Given die deutsche Führung. Nach einer sehenswerten Hackenvorlage von Bernd Schneider war der Torwart von Newcastle United beim Schuss von Klose aus kurzer Distanz zur Stelle. In der 70. Minute scheiterte Klose mit einem Kopfball an der Latte.

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