Es war die Woche der Wahrheit und es waren wohl auch für Felipe Santana die aufregendsten Tage seit Jahren. Zwei Saisons war er lediglich als Notnagel gefragt.

Felipe startet durch

Santana träumt von der Selecao

29. November 2011, 11:32 Uhr

Es war die Woche der Wahrheit und es waren wohl auch für Felipe Santana die aufregendsten Tage seit Jahren. Zwei Saisons war er lediglich als Notnagel gefragt.

Wenn Mats Hummels oder Neven Subotic verletzt waren oder eine Pause brauchten, dann durfte er ran, ansonsten hatte er seinen Stammplatz auf der Ersatzbank.

[gallery]2177,0[/gallery]
Entsprechend glücklich ist Santana dieser Tage. Erst schaltete er Mario Gomez in München aus, dann war er beim FC Arsenal der beste Mann der Borussia und schließlich krönte er die tolle Woche mit seiner sensationellen Vorstellung gegen Klaas-Jan Huntelaar. Nach Gomez hatte er auch mit dem zweitbesten Torjäger der Liga keine Probleme – und nicht nur das: Mit seinem Treffer zum 2:0 machte er schließlich alles klar. „Es tat mir sehr weh, dass ich so lange auf der Bank sitzen musste“, sagte er also nach dem Derby. „Aber jetzt sind wir alle zufrieden. Der Verein ist glücklich, die Mannschaft ist sehr glücklich und die Fans sind sehr, sehr glücklich.“

[vote]379[/vote]
Glücklich sein konnte auch Jürgen Klopp. Die Sorgen, die sich in Dortmund nach der schweren Verletzung von Neven Subotic breit gemacht hatten, erweisen sich dieser Tage als völlig unbegründet. Santana befindet sich in einer exzellenten Verfassung. In der Luft nicht zu überwinden, in den Zweikämpfen am Boden unglaublich effektiv, dazu mit einer herausragenden Schnelligkeit ausgestattet – so lehrt er dieser Tage die besten Angreifer der Liga das Fürchten. Und Santana ist selbstbewusst geworden. „Meiner Meinung nach habe ich jetzt drei sehr gute Spiele gemacht“, befand er nach dem Sieg über Schalke. „Und ich kann mich immer noch steigern.“

So könnte sich vielleicht auch noch irgendwann der Kindheitstraum des 25-Jährigen erfüllen. „Mein Traum“, sagt er, „ist die Nationalmannschaft. Und dafür muss ich gute Spiele machen, und das habe ich heute gemacht.“ Kontakt mit dem brasilianischen Nationalcoach Mano Menezes hatte der Verteidiger bislang zwar noch nicht, „aber ich weiß“, so Santana, „dass dieses Spiel nicht nur in Deutschland gesehen wurde. Auch in Brasilien wurde es geguckt und das war wichtig.“

Autor:

Mehr zum Thema

Wettbewerbe

Rubriken

Kommentieren