Was nützt der schönste Kantersieg, wenn er am Ende nicht zählt? Eben, gar nichts! Dann doch lieber ein Traumtor erzielen und damit einen knappen Sieg feiern.

NR: Landesliga kompakt

8:0-Kantersieg bringt keine Punkte

28. November 2011, 16:14 Uhr

Was nützt der schönste Kantersieg, wenn er am Ende nicht zählt? Eben, gar nichts! Dann doch lieber ein Traumtor erzielen und damit einen knappen Sieg feiern.

Landesliga Niederrhein 1

Nach acht Spielen hatte die Tgd Essen West gerade einmal einen Zähler auf dem Konto. Fünf Partien später sind es derer 13. Das 3:1 bei Schlusslicht Niederwenigern war der vierte Sieg aus den jüngsten fünf Duellen. Dabei sah es gegen die Sportfreunde lange nach einem 0:0 aus. „Es war ein typisches Abstiegsduell, das kein allzu hohes Niveau hatte“, befand Tgd-Coach Thomas Gleis.

Traumtor von der Mittellinie

Doch dann hatte Habib Kaya einen Geistesblitz, der selbst seinen Trainer zum Staunen brachte. „Ich dachte noch ‚Warum schießt der denn jetzt drauf?’ und schon stand es 1:0.“ Der Mittelfeldspieler hatte gesehen, dass Niederwenigerns Torhüter Daniel Paries zu weit vor seinem Tor stand und überwand ihn mit einem Schuss von der Mittellinie. Die weiteren Treffer für die Elf von der Haedenkampstraße markierten die eingewechselten Skerdilaid Haxhimusa und Hüseyin Colak.

Einen rabenschwarzen Nachmittag erlebte unterdessen Adler Osterfeld. Dass sich das Team von Achim Mawick nicht gerade durch seine stabile Defensive auszeichnet, ist hinlänglich bekannt. Dass 0:9 bei der Reserve von Rot-Weiss Essen war trotzdem eine überraschend deutliche Abfuhr, die dazu führt, dass sich die Osterfelder langsam aber sicher intensiv mit dem Kampf gegen den Abstieg beschäftigen müssen.

Cronenberg nicht zu stoppen

Das absolute Spitzenspiel fand auf dem Horst Neuhoff-Sportplatz in Cronenberg statt. Der Tabellenführer setzte sich gegen seinen Verfolger aus Schonnebeck mit 3:1 durch und hat nun schon elf Punkte Vorsprung auf die Essener (bei einem Spiel mehr). Der Schlüssel zum Erfolg lag in einer über weite Strecken ausgeglichenen Partie mal wieder in der Defensive. „Wir haben die beste Abwehr der Liga. Uns zeichnet aus, dass wir besonders kritische Phasen unbeschadet überstehen und dann eiskalt zuschlagen“, sagte CSC-Trainer Markus Dönninghaus. Das erledigten am Sonntag Patrick Fryziel (2) und Nino Paland.

Dass von der Spielvereinigung angeführte Verfolgerfeld bleibt indes weiter äußerst breit. Der TSV Ronsdorf verpasste den Sprung auf Platz zwei durch ein 2:2 bei der SC Velbert, bei dem die Velardi-Elf in der letzten Viertelstunde einen 2:0-Vorsprung verspielte. Die Gunst der Stunde nutzte der ESC Rellinghausen (2:0 bei der SSVg Heiligenhaus), der mit 26 Punkten nur noch zwei Zähler hinter dem TSV liegt.

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