Wenn der ehemalige Chef-Trainer an die alte Wirkungsstätte zurückkehrt, kann es schon mal ungemütlich werden. Und die Mannschaft von Günter Abel war zu passiv.

Homberg - SF Siegen 0:2

Michael Boris klaut im alten Wohnzimmer

Thomas Borgböhmer
28. November 2011, 11:17 Uhr

Wenn der ehemalige Chef-Trainer an die alte Wirkungsstätte zurückkehrt, kann es schon mal ungemütlich werden. Und die Mannschaft von Günter Abel war zu passiv.

So konnten die Sportfreunde letztlich souverän drei Punkte für die Rückfahrt einpacken. Besonders in der ersten Halbzeit war Abel der Ärger anzumerken. Er gestikulierte wild, schrie viel und gab immer wieder neue Anweisungen an seine Spieler. „In der ersten Halbzeit waren wir ein wirklich guter Gastgeber“, sagte Abel scherzend. „Wir waren zu passiv, haben die Siegener Fußball spielen lassen und dann wird es natürlich richtig schwer.“

[infobox-right]VfB Homberg: Holewa – Embers, Giorri, Konarski, Acar (73.Schiek) – Milaszewski, Dragovic, Kouam Kengne (47.Walenciak) , Attris – Bougjdi, Stegmann (46.Sogolj).
SF Siegen: Koczor - Dalman, Binder, Nowak, D`Agostino - Issa, Grebe (84.Saighani) – Jakobs (82.Elliot), Hettich, Michel (88.Stein) - Lewejohann.
Schiedsrichter: Dimitrios Gavrilas (Bielefeld).
Tore: 0:1 Giorri (Eigentor, 21.), 0:2 Hettich (73.).
Zuschauer: 400.[/infobox]

Aufgrund dieser Passivität konnten die technisch starken Sportfreunde ihr schnelles Kombinationsspiel aufziehen und kamen so immer wieder gefährlich vor das Tor des VfB-Schlussmanns Danny Holewa. Für das Führungstor musste allerdings eine Standardsituation her, in der der VfB doppelt Pech hatte. „Ich weiß nicht, ob es ein Foul war, aber der Schiri lässt erst weiterspielen und dann kommt die Reaktion des Linienrichters“, so Abel. „Und dann ist es nach der Flanke auch noch ein Eigentor.“ Hombergs Innenverteidiger Gianni Giorri war der Unglücksrabe, der den Ball unhaltbar für Holewa ins eigene Tor weiterleitete.

Hochrechnungen für die Winterpause beginnen

„Im ersten Durchgang hat man gesehen, warum wir Tabellenzweiter sind“, erklärte der junge SF-Trainer Michael Boris. Doch der VfB kam mit neuem Schwung aus der Kabine und die Spieler versuchten Abels Forderung umzusetzen. „In den ersten 25 Minuten nach der Pause hatten wir nichts vom Spiel“, kommentierte Boris die Leistung. „Das einzig Gute war, dass wir hinten ordentlich gestanden haben.“. Dann leitete der VfB durch eine missglückte Offensivaktion den spielentscheidenen Konter der Siegener ein, den Spielmacher Alexander Hettich nach schöner Vorarbeit von Sven Michel zum 2:0-Endstand vollendete. Für Jungtrainer Boris zählte nach dem Spiel vor allem eins. „Wir haben hier gegen gute Homberger bestanden und ich bin froh, dass wir drei Punkte geholt haben“, so Boris.

Und auch der im Spiel sehr heiße Abel wirkte nach Abpfiff ziemlich ausgeglichen. „Die Siegener Spieler denken immer ein, zwei Schritte voraus.“ Für Homberg geht es vor der Winterpause gegen zwei Gegner auf Augenhöhe: bei Schwarz-Weiß Essen und zu Hause gegen Rhynern. „Auf exakt 20 Punkte können wir ja nicht mehr kommen, entweder mehr oder weniger“, so Abel. „Also noch mal zwei gute Spiele zeigen, sechs Punkte holen und dann können wir beruhigt in die Winterpause gehen.“

Autor: Thomas Borgböhmer

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