Das 100-jährige Jubiläum der DJK TuS Hordel steht am Wochenende vor der Tür. Aus diesem Grund wurde die Partie beim FC Brünninghausen vorverlegt.

WL 2: FCB - Hordel 2:2

Gäste mit grandioser erster Halbzeit

Dennis Liedschulte
26. November 2011, 16:39 Uhr

Das 100-jährige Jubiläum der DJK TuS Hordel steht am Wochenende vor der Tür. Aus diesem Grund wurde die Partie beim FC Brünninghausen vorverlegt.

Freitagabend, Flutlichtatmosphäre! Die Zuschauer, die ihren Weg in den Dortmunder Süden fanden, wurden nicht enttäuscht und sahen ein tolles Kampfspiel zwischen zwei Tabellennachbarn. Der Tabellensechste traf auf den Siebten der Westfalenliga 2. Die Partie hatte alles, was das Fußballherz sich wünschen konnte.
[infobox-right]Brünninghausen: Parossa – Barton, Tempel, Langer, Steinhoff (46. Otto) – Greig, Woidtke, Bielmeier, Berning – Boutagrat, Polok.
Hordel: Kampschäfer – Thormann, Wagener, Büscher, Sell (90. Osma) – Bastürk (84. Severich), P. Rudolph, K. Rudolph, Dragicevic (65. Wilhelm) – Nehlson, Ginczek.
Schiedsrichter: Armin Hurel (Bochum).
Tore: 1:0 Polok (5.), 1:1 Nehlson (15.), 1:2 Nehlson (20.), 2:2 Polok (64.).
Zuschauer: 213[/infobox]
Auch wenn der FC Brünninghausen die Gäste direkt in der fünften Minute schockte und durch Paul Polok in Führung ging, konnte sich Hordel in der ersten Halbzeit ein Übergewicht erkämpfen. „Wir sind der Musik hinterhergelaufen und haben es nicht geschafft, Hordel Paroli zu bieten“, lamentierte FC-Verteidiger Dominic Tempel. Der Heimkapitän versuchte vergeblich seine Viererkette gegen die anstürmenden Gäste zu organisieren. Schon in der 15. Minute nutze Nikolai Nehlson die Konfusion und Irritationen in der Brünninghausener Defensive und netzte zum 1:1 ein. Der TuS kam immer wieder über den starken Kevin Rudolph ins Spiel, der sich mit Mittelfeldkollege Serdar Bastürk und Rechtsverteidiger Marvin Sell Bestnoten verdiente. Auf der rechten Seite rissen die Spieler immer wieder Löcher in die Defensive der Gastgeber. Das Hordeler Mittelfeld überzeugte mit gekonnten Kurzpässen, einem schnellen Spiel und Laufstärke. Die Zuschauer hatten das Gefühl, dass der Gast zwei Spieler mehr auf dem Platz hatte. Nehlson schoss auch das 1:2. „Wir waren die bessere Mannschaft und hatten gefühlte zehn Torchancen,“ meinte TuS-Trainer Frank Wagener und trauerte angesäuert den drei Punkten hinterher.

Volker Rieske hätte am liebsten die Trainerbank auseinander genommen. Nach vorne funktionierte in der ersten Halbzeit gar nichts. Es muss laut gewesen sein in der Kabine. Nach dem Pausentee kamen die Dortmunder wie ausgewechselt zurück. „Wir haben gekämpft, dass muss man den Jungs lassen“, sagte Volker Rieske nach dem Spiel und wirkte zufrieden. Angeführt von Verteidiger Dominic Tempel und Stürmer Denis Boutagrat gelang es der Heimmannschaft in der zweiten Hälfte in die Partie zu kommen. Es war nicht das zirkulierende Kurzpassspiel des TuS der ersten Halbzeit mit dem Brünninghausen auf die Erfolgsspur zurückfand, sondern einfache und ehrliche Hausmannskost. „Wir haben einfach eine Schippe drauf gelegt und uns endlich auf das Wesentliche im Fußball konzentiert. Wir haben gefightet“, meinte Dominic Tempel und ging erschöpft in die Kabine.

Hatte der Gast aus Hordel sich übernommen? Zwar kamen die Jungs von Frank Wagener noch einige Male mit Kontern vor das Tor, doch hatte der FC das Heft in der Hand. Die Spieler konnten das Wahnsinnstempo und ihr tolles Kurzpassspiel nicht mit in den zweiten Durchgang nehmen. Das zweite Tor der Gastgeber fiel wie aus dem Nichts und danach hätte die Rieske-Elf noch in Führung gehen können, als ein Tor wegen einem Foul abgepfiffen wurde. Alles in allem ging das Unentschieden nach den 90 Minuten in Ordnung. Zwar trauerte Gäste-Coach Wagener den Chancen hinterher und auch Rieske war mit der einen oder anderen Schiedsrichterentscheidung nicht zufrieden.

[b]Auf Seite 2: Die Stimmen zum Spiel[/b]

Autor: Dennis Liedschulte

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