In der Kreisliga B-Partie zwischen Winfried Kray und dem SV Leithe führte eine Massenschlägerei zwischen zahlreichen Anhängern zum Spielabbruch.

Essen: Spielabbruch

Die nächste Schlägerei in Essen!

Thibaut Scheer
24. November 2011, 15:18 Uhr

In der Kreisliga B-Partie zwischen Winfried Kray und dem SV Leithe führte eine Massenschlägerei zwischen zahlreichen Anhängern zum Spielabbruch.

In der 78. Spielminute brach der angesetzte Landesliga-Schiedsrichter das Spiel zwischen Winfried Kray und dem SV Leithe ab. Offenbar wurde der Schiedsrichter-Assistent unmittelbar nach einem Treffer der Leither fast von einem Feuerwerkskörper getroffen. Die Folge: Ein Knalltrauma und eine ambulante Behandlung des Schiri-Assistenten.

Daraufhin wurde das Match für fünf Minuten unterbrochen. Als es dann weiter gehen sollte, hatten sich Zuschauer außerhalb des Innenraums zu einem Wortgefecht zusammengefunden. Und offenbar fand die Gegenseite des Platzes das so spannend, dass sich nach und nach immer mehr Besucher über den Platz zur Zuschauer-Rudelbildung gesellten. Am Ende zählte man rund 70 Zuschauer, die anschließend auch die Fäuste sprechen ließen.

Wir fragten die Beteiligten: Was war da los?

Rüdiger Grocholski (Trainer Winfried Kray):
Ich möchte dazu gar nicht viel sagen. Wenn ein Spielabbruch von dem Spielgeschehen ausgeht, bin ich immer für eine Antwort da, aber das war nicht der Fall. Die Zuschauer sind durchgedreht und das war der Grund für den Abbruch. Ich möchte da jetzt nicht noch zusätzlich Öl ins Feuer gießen. Unter den Mannschaften gab es zumindest kein Problem. Ich habe nach dem Spiel mit dem Trainer vom Gegner noch ein Bier getrunken. Mehr möchte ich dazu jetzt nicht sagen.
Richard Ruthenkolk (Trainer SV Leithe)
Nach unserem Tor flogen Böller auf das Spielfeld, die vom Schulhof aus gezündet wurden. Welchem Fanlager die Leute angehörten, kann ich nicht sagen. Ein Feuerwerkskörper flog neben den Assistenten Müller. Daraufhin unterbrach der Schiedsrichter zurecht das Spiel. Nach fünf Minuten entschloss sich der Linienrichter, die Partie trotz des Knalltraumas fortzusetzen.

Das ging aber nicht, weil Zuschauer anfingen sich zu prügeln. Als wäre das nicht schon genug, liefen von allen Ecken und Enden des Spielfelds Leute über den Platz, sodass sich 70 bis 80 Leute zusammengefunden hatten. Hier muss man ausdrücklich sagen, dass sich die Spieler vollkommen korrekt verhalten haben. Auch wenn es bereits vier Gelb-Rote Karten gegeben hatte, verhielten sie sich fair. Sie versammelten sich auf der andern Seite des Platzes, aber kein Spieler, beider Seiten, mischte bei der Schlägerei mit. Der Schiedsrichter brach das Spiel dann ab. Es ist schade für die Spieler und den Sport, dass die Zuschauer sich so verhalten haben!

Autor: Thibaut Scheer

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