Die Körpersprache der Essener sagte bereits alles. Erwartungsgemäß schwer taten sich die Protagonisten bei der Suche nach Erklärungen für die 1:2-Pleite.

RWE: Reaktionen

"Die Leute wollen Resultate sehen"

Aaron Knopp / Krystian Wozniak
21. November 2011, 15:49 Uhr

Die Körpersprache der Essener sagte bereits alles. Erwartungsgemäß schwer taten sich die Protagonisten bei der Suche nach Erklärungen für die 1:2-Pleite.

Güngör Kaya stand sinnbildlich für die zahlreichen vergebenen Chancen der Essen bei der 1-2-Niederlage in Idar-Oberstein. Der Angreifer ging trotz bester Möglichkeiten leer aus: „Das ärgert mich unheimlich. Im Training mache ich die Dinger rein, hier hat mir das nötige Glück gefehlt. Zudem bin ich mir sicher, dass ich beim Spielstand von 0:2 bei meinem Tor nicht im Abseits gestanden habe.“

Ähnlich sieht es auch Flügelflitzer Holger Lemke. „Ich finde, wir haben eine ansprechende Leistung gebracht. Allen voran in den ersten 45 Minuten. Aber im Fußball zählt nun mal das Ergebnis. Im ersten Abschnitt hatten wir genügend Möglichkeiten, um dieses zu unseren Gunsten zu gestalten. Schade, dass der Anschlusstreffer von Markus so spät kam.“

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Auch Vincent Wagner, der nach seiner Verletzung das erste Ligaspiel absolvierte, war mit der Leistung trotz der Niederlage über weite Strecken einverstanden: „In der ersten Halbzeit haben wir vier klare Möglichkeiten. Durch einen individuellen Fehler sind wir in Rückstand geraten, aber im Fußball geht es nun mal darum, Fehler zu vermeiden. Wenn keiner einen macht, fallen auch keine Tore. Danach haben wir den Faden verloren, das darf uns nicht passieren.“

„Es ist schon alles sehr, sehr traurig in letzter Zeit, aber wir können nur weitermachen. Bei den Gegentoren hatten die schon eine Menge Zeit, aber wenn wir unsere Chancen nutzen, können die ruhig zwei machen, dann gehen wir trotzdem als Sieger vom Platz“, mutmaßte Benedikt Koep.

Nach dem Spiel nahm Waldemar Wrobel Stellung zu den wichtigsten Fragen, die da wären:

Das Sturmproblem: „Ich bin nicht der Typ, der öffentlich den Stab über Spielern bricht. Dennoch hatten wir Möglichkeiten und die waren nicht aus der Kategorie 50:50. Der Gegner hat Gelegenheiten, die nicht so hochkarätig sind, aber er macht seine Tore. Das ist momentan der Unterschied.“

Die Einstellungsfrage: „Das Problem ist, dass wir das, was wir im Training anbieten, nicht in den Wettkampf bekommen. Im Wettbewerb sind wir in vielen Situationen auf vielen Positionen waren wir nicht so gallig, präsent und robust, wie es sich gehört. Wenn wir nicht die Bereitschaft haben, Situationen, in denen es spielerisch nicht reicht, über den unbedingten Willen und die Physis zu lösen, dann ist das ein Defizit."

Allzu bekannte Erklärungen: „Man kann noch so viele gute Gründe und Erklärungen dafür liefern, warum es nicht läuft. Im Endeffekt wollen die Leute Resultate sehen. Deshalb gehst du ins Stadion, deshalb betreibt man diesen Sport. Wir brauchen einfach mal wieder einen Sieg, dann wird vieles leichter."

Autor: Aaron Knopp / Krystian Wozniak

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