Die Kreisliga A in Herne dürfte zu einer der spannendsten in Westfalen gehören. Der Aufstieg dürfte entschieden sein, im Abstiegskampf ist aber noch alles drin.

Herne: Kreisliga A

Elf Herner Teams spielen gegen den Abstieg

Thibaut Scheer
20. November 2011, 09:57 Uhr

Die Kreisliga A in Herne dürfte zu einer der spannendsten in Westfalen gehören. Der Aufstieg dürfte entschieden sein, im Abstiegskampf ist aber noch alles drin.

Es gibt wahrscheinlich keine Kreisliga, die schon fast entschieden-, aber dennoch so spannend ist, wie die A-Liga in Herne. So spielt eine Mannschaft schon quasi wieder in der Kreisliga B. Auf der anderen Seite geht es für elf Mannschaften darum, den Abstieg zu vermeiden.

Die DJK Blau-Weiß Baukau ist abgeschlagen und mit einem Punkt auf der Habenseite wahrscheinlich nicht mehr vor dem Abstieg zu bewahren. Aufopferungsvoll spielt man trotzdem, immerhin hat man schon mehr Tore als der Tabellenfünfte geschossen. Das Problem liegt hinten: In einer Regelmäßigkeit verlor der Aufsteiger zweistellig und kassierte insgesamt 88 Gegentore. Punkten konnten die Blau-Weißen aber, als man der SG Castrop zwei Punkte, mit einem 2:2, klaute.

Die Castrop-Rauxeler befinden sich im breiten Mittelfeld. Dieses wird angeführt vom Tabellenfünften SG Herne 70, mit 21 Punkten. Die SG und den 14., SV Holsterhausen, mit 15 Punkten, trennen lediglich sechs Zähler. Alle diese Mannschaften könnten aber noch in den Abstiegsstrudel geraten, da die DJK Falkenhorst mit zehn Punkten auf der Habenseite einen der Abstiegsplätze belegt, aber trotzdem in der Lage zu sein scheint, den Anschluss zum Mittelfeld zu halten.

Holsterhausens Andreas Temmann bleibt ruhig

Der Trainer des SV Holsterhausen, Andreas Temmann, sieht die Lage seiner Mannschaft aber nicht als dramatisch an: „Unser Saisonziel war der Nichtabstieg. Und ich denke das Ziel ist greifbar. Wir haben genauso viel Abstand auf den sechsten, wie auf einen Abstiegsplatz. Die Punktverluste sind auf die Unerfahrenheit der Mannschaft zurückzuführen, deswegen werden wir in der zweiten Saisonhälfte keine großen Punktverluste haben.“ Er hat die DJK Falkenhorst und BW Baukau bereits abgeschrieben und geht nicht davon aus, dass eine andere Mannschaft auf einen der bedrohenden Plätze rutscht.

Der Kampf um den Aufstieg hingegen scheint schon entschieden. Firtinaspor ist mit zehn Punkten Abstand wohl nicht mehr einzuholen, auch wenn die TSG Herne, Marokko Herne und die zweite Mannschaft des SC Westfalia Herne dahinter stehen und vielleicht noch auf einen Einbruch der konstant guten Leistung des Spitzenreiters hoffen.

Die Stärke des Tabellenführers scheint die Defensive zu sein. Die Mannschaft von Trainer Karsten Buttler schoss nur zwei Tore mehr als der FC Frohlinde, der Platz 13 belegt, Torwart Ismail Yilmaz musste aber erst acht Mal hinter sich greifen, so selten, wie kein anderer Keeper.

Autor: Thibaut Scheer

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