Die Frauen-Nationalmannschaft des DFB steht beim Algarve Cup vor einer rundum geglückten Generalprobe für die EM-Endrunde. Im Finale heute (21.15 Uhr, live bei Eurosport) wartet nun der Erzrivale aus den USA.

DFB-Frauen wollen Sieg gegen den Erzrivalen USA

tw
15. März 2005, 09:11 Uhr

Die Frauen-Nationalmannschaft des DFB steht beim Algarve Cup vor einer rundum geglückten Generalprobe für die EM-Endrunde. Im Finale heute (21.15 Uhr, live bei Eurosport) wartet nun der Erzrivale aus den USA.

Rund drei Monate vor dem Beginn der EM in England haben die deutschen Weltmeisterinnen eine geglückte Generalprobe vor Augen. Nach den jüngsten Aufeinandertreffen im WM-Halbfinale (3:0) sowie der Vorschlussrunde der Olympischen Spiele (1:2 n.V.) stehen sich die DFB-Frauen und die USA heute (21.15 Uhr/live bei Eurosport) im Finale des 12. Algarve-Cups in Portugal erneut gegenüber, und für die scheidende DFB-Trainerin Tina Theune-Meyer zählt nur der Sieg.

"Wollen das Turnier gewinnen"

"Unser großes Ziel ist es jetzt, das Turnier zum ersten Mal zu gewinnen. Deshalb werden die Besten spielen", sagte Theune-Meyer und erklärte die Zeit des Experimentierens für beendet. Die Trainerin des fünfmaligen Europameisters und Titelverteidigers, die nach der EM ihr Amt an die bisherige Assistenten Silvia Neid übergeben wird, hatte bei den drei Gruppensiegen gegen Vizeweltmeister Schweden (2:1), Norwegen (4:0) und China (2:0) zahlreichen Spielerinnen die Chance gegeben, sich für die kontinentalen Titelkämpfe zu empfehlen.

Theune-Meyer, die mit ihrem Team bei der bisher einzigen Teilnahme an dem Turnier in Portugal vor drei Jahren den vierten Platz belegt hatte, erwartet ein spektakuläres Endspiel gegen den ebenfalls mit drei Erfolgen ins Finale eingezogenen Olympiasieger. "Es wird auf jeden Fall eine tolle Partie. Wir haben dann eine gute Chance, wenn wir früh unser Spiel durchsetzen können und das richtige Mittel gegen das Pressing der Amerikanerinnen finden", meinte die 51-Jährige.

Prinz erwartet hochklassiges Finale

Die Trainerin, die im Endspiel auf Defensivspezialistin Sandra Minnert (Nasenbeinbruch) verzichten muss, wird in ihrer Ansicht von Spielführerin Birgit Prinz unterstützt. "Wenn zwei Mannschaften ohne Verlustpunkt dastehen, dann sind das auch die besten Teams. Es wird sicher ein ausgezeichnetes Finale", sagte die "Weltfußballerin des Jahres 2004" und fügte selbstbewusst hinzu: "Unsere Einstellung ist ganz klar die, dass wir gewinnen wollen."

Obwohl die Auswahl des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) bei dem hochkarätig besetzten Turnier, an dem sieben der acht EM-Teilnehmer mit von der Partie waren, bisher überzeugten, ist Prinz mit der gezeigten Leistung nicht ganz einverstanden. "Eigentlich sieht alles sehr souverän aus, doch wenn man ein bisschen tiefer blickt, dann müssen wir noch an einigen Details, wie beispielsweise der Chancenauswertung, arbeiten", erklärte die bekannt selbstkritische Torjägerin.

Autor: tw

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