Lag es am Nebel? Die Frage „drin oder nicht?“ beantworteten die Beteiligten von Westfalia 04 und ETuS Gelsenkirchen jedenfalls ganz unterschiedlich.

GE: Kreisliga kompakt

Das nächste Phantomtor

14. November 2011, 15:43 Uhr

Lag es am Nebel? Die Frage „drin oder nicht?“ beantworteten die Beteiligten von Westfalia 04 und ETuS Gelsenkirchen jedenfalls ganz unterschiedlich.

Kreisliga A 1

Es war der Sonntag der Heimmannschaften – mit einer Ausnahme: Der Tabellenführer YEG Hassel II verteidigte mit dem 2:1-Auswärtssieg in Beckhausen den Zwei-Punkte-Vorsprung vor der Spvgg. Erle. Die "Veilchen" triumphierten mit 4:1 über den BV Rentfort II. Auch die Reserve des SV Hessler, die im Gegensatz zur Ersten Mannschaft noch im nebligen Jahnstadion spielen konnte, feierte einen klaren Erfolg und siegte 4:0 gegen Eintracht Erle. Mit dem gleichen Ergebnis schickte Adler Ellinghorst Hansa Scholven wieder nach Hause.

Noch deutlicher war die Abfuhr, die SC Hassel II den Gästen aus Bottrop-Grafenwald erteilte. Mit 5:0 siegte das Team von Dirk Basler über den VfL und wurde endlich mal wieder den eigenen Ansprüchen gerecht.

Das Husarenstück des 13. Spieltags muss man aber wohl Genclerbirligi Resse ans Revers heften. Nach der 3:5-Niederlage bei Eintracht Erle konnte sich das Team von Ünal Alpugan rehabilitieren und besiegte Preußen Gladbeck mit 4:2 – und das nach 1:2-Pausenrückstand! „Das war wirklich eine klasse Leistung, im Gegensatz zu den letzten Wochen“, sagte Murat Ipcioglu und meinte damit vor allem die Vorstellung nach dem Seitenwechsel. Denn in der Kabine musste der Trainer an die Einstellung seiner Schützlinge appellieren. „Wir haben ja früh geführt, danach aber einen Gang zurückgeschaltet. Doch es geht nur über die Zweikämpfe. Das habe ich den Jungs gesagt und offensichtlich die richtigen Worte gefunden. Der Gegner war total perplex, wie wir in der zweiten Halbzeit aufgetreten sind.“ Die Einstellung und der Einsatz seiner Kicker sind das grundlegende Problem, da ist sich Ipcioglu ganz sicher: „Es ist viel mehr drin, als wir abrufen. Der Gegner zeigt uns oft, wie man spielen muss, wenn man gewinnen will. Wir sind eigentlich immer die bessere Mannschaft und das Kraft- und Konditionsdefizit aus der Anfangsphase haben wir aufgearbeitet. Jetzt hapert es an der Disziplin.“ Kein Wunder, dass Ipcioglu schon vor der Winterpause graut...

Nicht gespielt wurde in Schaffrath, wegen des Nebels an der Gecksheide blieb der Fußball am Sonntagnachmittag im Geräteschrank.

Kreisliga A 2

Einen wichtigen Auswärtssieg, um sich von den Abstiegsrängen zu distanzieren, feierte die Spvgg. Middelich-Resse bereits am Samstag. Mit 4:2 siegten die Gäste beim FC Zrinski. Keine Tore fielen im Verfolgerduell zwischen Horst-Emscher 08 II und der SG Eintracht, während das Spitzenspiel in Hessler ausgefallen ist. Auch im dritten Duell der Schwergewichtsklasse gab es keinen Sieger: Firtinaspor ließ gegen Blau-Weiß Gelsenkirchen beim 1:1 zwei Punkte liegen.

Unentschieden zu spielen, scheint in der Staffel A2 plötzlich in Mode zu kommen. 13 Remis gab es an den ersten 12 Spieltagen insgesamt, am Sonntag kamen fünf weitere hinzu! Immerhin konnten die Zuschauer am Haverkamp und in der Glückauf-Kampfbahn insgesamt zwölf Treffer bewundern. Das torlose Unentschieden zwischen Westfalia 04 und EtuS Gelsenkirchen war aber kurioswerweise wohl das aufregendste. Die Gäste sahen gleich zwei Gelb-Rote Karten. Und obwohl Florian Hesse ein Treffer wegen eines kaputten Tornetzes aberkannt wurde, dürften die „Eisenbahner“ das Ergebnis wohl als Punktgewinn verbuchen. „Westfalia war regelrecht geschockt von unserer guten Spielweise“, meinte Thorsten Hildebrand, der seiner Mannschaft ein großes Kompliment machte – hatte sie seines Erachtens doch nicht eine einzige Torchance der Hausherren zugelassen. Wie aber hatte er denn nun das Phantomtor gesehen? „Das war ein richtig guter Angriff, und ein klares Tor. Unser Stürmer wird super freigespielt und schießt den Ball mitten rein. Aber irgendwer hat dann was von Außennetz gerufen und der Schiedsrichter hat den Treffer zurückgenommen. Und der Torwart wollte auch nichts gesehen haben“, berichtete Hildebrand, der dem Unparteiischen auch wegen neun Gelber Karten einen „richtig schlechten Tag“ und „eine katastrophale Leistung“ attestierte. „Ich konnte mich kaum auf das Spiel konzentrieren, weil ich nur noch die Spieler beruhigen musste.“ Da bleibt nur übrig, weiter an die eigenen Stärken zu glauben. Hildebrand: „Ich bin optimistisch, dass wir noch Boden gutmachen, denn es ist 'ne geile Truppe. Wir sind nicht so schlecht, wie wir in der Tabelle dastehen.“

[b]Auf Seite 2: Resse mit 5:0 "noch gut bedient"[/b]

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