Der Geschäftsführende DFB-Präsident Dr. Theo Zwanziger hat der Assistentin der deutschen Frauen-Nationalmannschaft, Silvia Neid, in Aussicht gestellt, im Juni neue Cheftrainerin zu werden.

Silvia Neid soll Theune-Meyer ablösen

as
22. Januar 2005, 16:46 Uhr

Der Geschäftsführende DFB-Präsident Dr. Theo Zwanziger hat der Assistentin der deutschen Frauen-Nationalmannschaft, Silvia Neid, in Aussicht gestellt, im Juni neue Cheftrainerin zu werden.

Die derzeitige Assistentin der deutschen Frauen-Nationalmannschaft, Silvia Neid, soll schon bald neue Cheftrainerin werden und damit die Nachfolge von Tina Theune-Meyer antreten. Der Geschäftsführende DFB-Präsident Theo Zwanziger stellte beim Hallen-Cup der Frauen in Bonn die entsprechenden Umbesetzungen in Aussicht. Die Beförderung von Neid nach der EM in England (5. bis 19. Juni) soll vom Präsidium voraussichtlich auf seiner Sitzung am 4. Februar bestätigt werden. Zwanziger sprach in Bonn von einer "weitgehenden Übereinkunft in Vorgesprächen".

"TTM" amtsmüde

Die 51 Jahre alte Theune-Meyer hatte bereits im vergangenen Herbst Amtsmüdigkeit erkennen lassen, jedoch Interesse an der Fortsetzung ihres Engagements noch bis zur WM 2007 in China angedeutet. Den größten Erfolg seit ihrem Amtsantritt 1996 feierte die Pastoren-Tochter 2003 durch den Gewinn des WM-Titels in den USA. Außerdem stehen für Theune-Mayer zwei EM-Triumphe sowie Bronzemedaillen bei den Olympischen Spielen 2000 in Sydney und 2004 in Athen zu Buche. Laut Zwanziger will der DFB die in Kleve geborene Fußball-Lehrerin trotz des Abschieds vom Nationalteam künftig "in verantwortungsvoller Position" einbinden.

"Noch Details zu klären"

Neid ist elf Jahre jünger als die amtierende Trainerin und fungierte die gesamte "Ära Theune-Meyer" als Assistentin. Die frühere Rekord-Nationalspielerin führte außerdem im vergangenen Jahr die "U19"-Juniorinnen bei der WM-Endrunde in Thailand zum Titelerfolg. In ihrer aktiven Karriere gewann Neid dreimal die EM, siebenmal die deutsche Meisterschaft und sechsmal den DFB-Pokal.

"Es sind zwar noch Details zu klären, aber ich freue mich, dass der DFB mir so viel Vertrauen entgegenbringt und eine so verantwortungsvolle Aufgabe übertragen will", erklärte Neid.

Autor: as

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