Dortmund: Team erhält vier Platzverweise in 90 Minuten

"Verbale Undiszipliniertheiten"

nh
22. August 2006, 13:43 Uhr

„Völlig verschaukelt“ fühlt sich auch am Montag noch Husens Kurl-Trainer Jörg Olten nach den vier Platzverweisen für sein Team am Sonntag in der Partie bei Brambauer 13 II, dass die Gastgeber am Ende "nur" mit 2:1 gewannen.

Olten räumte zwar ein, dass die Hinausstellungen (zweimal Rot, zweimal Gelb-Rot) wegen der verbalen Undiszipliniertheiten gerechtfertigt gewesen seien, dass diese zustande kamen, dafür macht er aber alleine den Referee verantwortlich: „Nach dem Foul an unserem Mittelstürmer Dennis Aumüller sah nicht sein Gegenspieler die fällige rote Karte sondern unser Mann wegen Meckerns“, äußerte sich Olten gegenüber revierkick.

Im Anschluss daran sei fast jede Aktion des SC mit einer Gelben Karte belegt worden, so dass selbst der Gegner schulterzuckend sein Unverständnis geäußert habe. Diese fragwürdigen Entscheidungen hätten dann sein junges, unerfahrenes Team zu den Undiszipliniertheiten verleitet.

Als Entschuldigung für seine Truppe wollte er das aber nicht gelten lassen: „Über das unbeherrschte Verhalten werden wir diese Woche noch einmal reden“.

Dennoch: „Ich bin seit 50 Jahren im Geschäft, aber eine solch katastrophale Schiedsrichterleistung habe ich noch nicht erlebt“, kritisierte der Übungsleiter weiter. Nicht nur die Kartenflut für seine Mannschaft, sondern vor allem die Art und Weise wie sie vergeben wurden sorgen bei Olten für Entsetzen: „Er verteilte lächelnd Gelbe Karten und drohte jedes Mal sofort mit dem Platzverweis“. Er sah sein Team dem Schiedsrichter „auf Gedeih und Verderb ausgeliefert“.

P.S. Bei weniger als sieben Spielern ist das Spiel auf Wunsch des Spielführers abzubrechen, wenn das Ergebnis für den Gegner lautet. (offizielle DFB-Regeln)

Autor: nh

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