Mit einem Neuling und zwei Rückkehrern geht die deutsche Nationalmannschaft in den Confederations Cup. Bundestrainer Jürgen Klinsmann nominierte unter anderem Mike Hanke, Dietmar Hamann und Sebastian Deisler.

Klinsmann beruft Hanke und Hamann für "Confed Cup"

us
18. Mai 2005, 16:17 Uhr

Mit einem Neuling und zwei Rückkehrern geht die deutsche Nationalmannschaft in den Confederations Cup. Bundestrainer Jürgen Klinsmann nominierte unter anderem Mike Hanke, Dietmar Hamann und Sebastian Deisler.

Bundestrainer Jürgen Klinsmann ist immer für eine Überraschung gut. Für den Confederations Cup in Deutschland (15. bis 29. Juni) berief der Bundestrainer den Neuling Mike Hanke, Routinier Dietmar Hamann sowie Sebastian Deisler in das 23-köpfige Aufgebot der deutschen Nationalmannschaft. Verzichten muss der Bundestrainer bei der Generalprobe für die WM 2006 (9. Juni bis 9. Juli) dagegen auf den Stuttgarter Philipp Lahm, der sich am Dienstag einen Kreuzbandriss im rechten Knie zugezogen hatte.

Routinier Hamann kehrt zurück

Mit der erstmaligen Nominierung des 21 Jahre alten Angreifers Hanke setzt Klinsmann, in dessen Ära bisher acht Spieler ihr DFB-Debüt feierten, seinen Kurs fort, der Jugend eine Chance zu geben. "Mike imponiert uns schon seit geraumer Zeit, da er mit enormer Energie und dem richtigen Instinkt versucht, sein Spiel und seine Torchancen zu suchen", sagte der Bundestrainer. Der Kapitän der U21 habe den Willen und das Potenzial, "sich gegen stärkste Konkurrenz durchzusetzen".

Erstmals unter Klinsmann gehört auch England-Legionär Hamann wieder zum Aufgebot der Nationalelf, die beim "Confed Cup" in der Vorrunde auf Australien (15. Juni), Tunesien (18. Juni) und Argentinien (21. Juni) trifft. Hamann sei eine Spielerpersönlichkeit, "seine technischen und strategischen Fähigkeiten passen in unsere Spielweise", lobte Klinsmann den Rückkehrer.

Der 31-Jährige habe zudem "großen Anteil" daran, dass Liverpool am 25. Mai in Istanbul gegen den AC Mailand im Finale der Champions League stehe, so Klinsmann weiter. Sein letztes von bisher 58 Länderspielen bestritt Hamann am 23. Juni 2004 beim EM-Vorrundenaus gegen Tschechien (1:2). Danach machten ihn viele zum Sündenbock für das blamable Abschneiden der deutschen Mannschaft.

Deisler, um dessen Nominierung es seit Wochen Diskussionen gegeben hat, trug zuletzt am 9. Oktober 2004 in Teheran gegen den Iran (2:0) das DFB-Trikot. Anschließend war der 25-Jährige wegen erneuter gesundheitlicher Probleme nicht mehr berücksichtigt worden. Beim FC Bayern saß Deisler in den vergangenen Wochen meist auf der Ersatzbank.

Wörns soll gegen die Niederlande zurückkehren

Neben Lahm, der vom Bremer Christian Schulz ersetzt wird, fehlen im 23-köpfigen DFB-Kader auch die Routiniers Markus Babbel, Frank Baumann, Oliver Neuville und Christian Wörns. Der Dortmunder, der sich seit einiger Zeit mit Hüftproblemen plagt, wird laut Klinsmann geschont. Wörns sei aber weiterhin "eine der Säulen unserer Mannschaft". Der Abwehrspieler werde beim ersten Länderspiel der neuen Saison in den Niederlanden (17. August) jedoch automatisch zurückkehren.

Generell stellte Klinsmann erneut klar, dass für die Weltmeisterschaft 2006 (9. Juni bis 9. Juli) "die Tür weiterhin für alle Spieler offen stehen wird. Dies habe ich allen mitgeteilt, die nicht nominiert wurden." Der Confederations Cup, der in der Bundesliga durchaus umstritten ist, sei zwar eine wichtige Momentaufnahme, "doch danach wird sich in Richtung WM noch viel tun".

Auch beim "Confed Cup" Rotation im Tor

Auch in der Diskussion um die Nummer eins im deutschen Tor "ist der Tag der definitiven Entscheidung noch nicht gekommen", stellte Klinsmann-Assistent Joachim Löw am Mittwoch klar. Deshalb werde man auch beim "Confed Cup" die Rotation zwischen Oliver Kahn und Jens Lehmann beibehalten.

Der dreimalige Welt- und Europameister trifft sich zur Vorbereitung auf das Turnier am 30. Mai in München. In der neuen Allianz-Arena steht dann am 31. Mai ein erster Härtetest gegen den deutschen Meister Bayern München auf dem Programm. Zudem bestreitet die DFB-Auswahl im Vorfeld des Turniers die Länderspiele in Nordirland (4. Juni) und in Mönchengladbach gegen Russland (8. Juni).

Vom 9. bis 11. Juni gibt Klinsmann seinen Spielern noch einmal drei Tage frei. Ab 12. Juni bereitet sich die Nationalelf dann in Frankfurt/Main auf ihre Auftaktpartie gegen Australien vor.

Autor: us

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