Mit einem 3:0-Sieg in Japan ist der deutschen Nationalmannschaft ein guter Auftakt der Asienreise gelungen. Nach torloser erster Halbzeit erzielten Miroslav Klose (2) und Michael Ballack die Treffer für das DFB-Team.

Klose und Ballack sorgen für 3:0-Erfolg in Japan

16. Dezember 2004, 14:09 Uhr

Mit einem 3:0-Sieg in Japan ist der deutschen Nationalmannschaft ein guter Auftakt der Asienreise gelungen. Nach torloser erster Halbzeit erzielten Miroslav Klose (2) und Michael Ballack die Treffer für das DFB-Team.

Die Erfolgsserie von Jürgen Klinsmann und der deutschen Nationalmannschaft hält auch im Fernen Osten an. Durch ein verdientes 3:0 (0:0) gegen Asienmeister Japan blieb die Auswahl des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) auch im fünften Spiel unter der Regie des neuen Bundestrainers ungeschlagen. Miroslav Klose (54. und 90+2) sowie der überragende Michael Ballack (69.) erzielten im International Stadium von Yokohama, wo Deutschland 898 Tage zuvor das WM-Finale gegen Brasilien mit 0:2 verloren hatte, die Treffer zum vierten Sieg unter Klinsmann.

Drei Debütanten

Abgesehen von einer kurzen Schwächephase vor und nach der Halbzeit hatte die deutsche Mannschaft, in der Patrick Owomoyela, Christian Schulz und Marco Engelhardt beim Auftakt der Asienreise ihr Debüt im Nationaltrikot feierten, die Partie im Griff. Klose, der seine Länderspieltore Nummer 19 und 20 erzielte, traf jeweils in einer Phase, als die Japaner für einige Aufreger im deutschen Strafraum gesorgt hatten und damit stets zum denkbar günstigsten Zeitpunkt für die DFB-Auswahl. Kapitän Ballack krönte seine ausgezeichnete Leistung mit seinem ersten Länderspieltreffer seit der Amtsübernahme von Klinsmann.

Der Systemwechsel auf eine 4-3-3-Formation hatte zunächst erfreulich positive Auswirkungen auf das deutsche Offensivspiel. Vor allem in der ersten halben Stunde machte die DFB-Auswahl viel Druck. sie kam dabei immer wieder über die rechte Seite, auf der Debütant Owomoyela und Gerald Asamoah erstaunlich gut harmonierten und gute Impulse für das Angriffspiel setzen konnten. Owomoyela erledigte zudem seine Defensivaufgaben zuverlässig. Über die linke Seite mit Debütant Schulz und Lukas Podolski, erstmals von Beginn an dabei, lief das Spiel dagegen längst nicht so flüssig.

Auffälligster Spieler aber war Ballack, der seine Freiräume nach Herzenslust ausnutzte. Angeführt von ihrem Kapitän hätte die deutsche Mannschaft in der unterhaltsamen Anfangsphase auch früh in Führung gehen können. Ballack scheiterte jedoch mit zwei Schüssen (15.) aus jeweils kurzer Distanz an Torhüter Seigo Narazaki sowie Mittelfeldspieler Mitsuo Ogasawara, die den Ball kurz vor der Linie abwehren konnten. Bei einem Hackentrick von Asamoah (18.) stand der gebürtige Brasilianer Alex im Weg.

Gute Chancen schon in Durchgang eins

"In der ersten halben Stunde waren die deutsche Mannschaft total überlegen, da hätte es schon 3:0 stehen können. Dann haben sich die Japaner befreit und sind besser ins Spiel gekommen", analysierte Franz Beckenbauer im ZDF. Die Leistungssteigerung der Gastgeber, die nun fortan häufiger und durchaus gefährlich vor dem Tor von Oliver Kahn auftauchten, war dem Spielfluss allerdings nicht zuträglich: Die Partie verflachte ein wenig, die deutsche Mannschaft wirkte nicht mehr so entschlossen wie zu Beginn.

"Wir spielen phasenweise zu sehr in die Breite und gehen nicht entschlossen genug in die Tiefe", monierte Co-Trainer Joachim Löw in der Pause. Die zunehmend gefährlichen Offensivbemühungen der Japaner erhielten allerdings zum richtigen Zeitpunkt aus Sicht der deutschen Mannschaft durch Klose einen Dämpfer. Einen Freistoß von Ballack aus 25 Metern von Ballack konnte Torhüter Narazaki nicht festhalten, der Torjäger von Werder Bremen war prompt zur Stelle und markierte das dritte deutsche Länderspieltor hintereinander (54.).

Danach hatte die deutsche Mannschaft bei böigem Wind und Temperaturen um den Gefrierpunkt das Spiel wieder im Griff. Nach einem schönen Weitschuss des eingewechselten Bastian Schweinsteiger (65.) vollendete Ballack vor 61.805 Zuschauern nach einer Vorlage von Asamoah. Neben dem Kapitän konnte in der deutschen Mannschaft vor allem der bewegliche und torgefährliche Klose überzeugen. Bei den Japanern gefielen Rechtsverteidiger Akira kaji, der Podolski nicht zur Entfaltung kommen ließ, sowie Mittelfeldspieler Ogasawra.

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