Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) muss offenbar keine Geldstrafe bei einer Absage der Amerika-Reise der Nationalelf 2005 befürchten.

Keine Strafe bei DFB-Verzicht auf Amerika-Reise

er
22. November 2004, 12:13 Uhr

Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) muss offenbar keine Geldstrafe bei einer Absage der Amerika-Reise der Nationalelf 2005 befürchten. "Es wurden keine Verträge unterschrieben", so DFB-Pressesprecher Harald Stenger.

Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) hat keine hohen Entschädigungszahlungen zu erwarten, sollte sich der Verband dazu entschließen, die umstrittene Amerika-Reise der deutschen Nationalmannschaft im Dezember 2005 abzusagen. "Es hat Vorgespräche mit potenziellen Gegnern gegeben, aber es wurden keine Verträge unterschrieben", sagte DFB-Pressechef Harald Stenger auf Anfrage des Sport-Informations-Dienstes (sid).

Das Fachblatt kicker hatte am Montag berichtet, eine Absage könnte den DFB "Millionen kosten", weil mit Mexiko und den USA bereits vertragliche Vereinbarungen bestehen würden. Zudem ist während des Trips ein Länderspiel gegen den zweimaligen Weltmeister Argentinien vorgesehen.

Bereits zwei Partien gegen Argentinien sicher

Allerdings scheint der Trend eindeutig zur Absage der Amerika-Tournee zu gehen. Schon unter Teamchef Rudi Völler stand die Reise auf dem Prüfstand. Vize-Weltmeister Deutschland trifft im Vorfeld der Amerika-Reise bereits zweimal - am 9. Februar 2005 in Düsseldorf und am 21. Juni 2005 im Rahmen des Konföderationen-Pokals in Nürnberg - auf die "Gauchos". Somit ist ein drittes Match gegen die Argentinier im Vorfeld der WM-Endrunde 2006 in Deutschland eigentlich überflüssig.

Am 29. November treffen sich die Manager der Profi-Klubs in Frankfurt/Main. An der Tagung will auch Nationalmannschafts-Teammanager Oliver Bierhoff teilnehmen. Dabei geht es unter anderem auch um den Rahmen-Terminplan 2005/2006. Die Liga soll ihre Zustimmung geben. In letzter Instanz muss allerdings das DFB-Präsidium dem Rahmenterminplan noch zustimmen.

Autor: er

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