Für Jens Lehmann ist die Idee einer Aussprache der drei Nationaltorhüter vor dem Länderspiel am Mittwoch keine gute Idee.

Lehmann lehnt "Torwart-Gipfel" ab

ar
14. November 2004, 19:02 Uhr

Für Jens Lehmann ist die Idee einer Aussprache der drei Nationaltorhüter vor dem Länderspiel am Mittwoch keine gute Idee. "Ich habe mit niemandem Streit und führe keinen Krieg", begründet der Keeper von Arsenal London.

Die Torwart-Diskussion im DFB-Team geht in eine neue Runde. Jens Lehmann hat sich gegen den geplanten "Torwart-Gipfel" mit ihm, Oliver Kahn und Timo Hildebrand im Vorfeld des Länderspiels am kommenden Mittwoch in Leipzig (20.40 Uhr/live in der ARD) gegen Kamerun ausgesprochen. "Von mir aus muss der nicht stattfinden. Ich habe mit niemandem Streit und führe keinen Krieg", sagte der Schlussmann des englischen Meisters Arsenal London der Bild-Zeitung (Montags-Ausgabe).

Lehmann will auch noch keine klare Entscheidung von Bundestrainer Jürgen Klinsmann, wer bei der WM 2006 im eigenen Land im deutschen Tor stehe, oder Unterstützung durch andere Leute. "Wie soll man anderthalb Jahre vor der WM wissen, wer im Sommer 2006 der Beste ist? Für mich muss sich keiner einsetzen. Keiner braucht öffentlich zu erklären: Lasst Lehmann ran. Jeder, der sich für jemanden anderen einsetzt, hat einen egoistischen Grund dafür. Entweder bin ich 2006 der Beste, dann spiele ich. Oder ein anderer ist stärker, dann muss ich das akzeptieren. Egoismus bringt uns nicht weiter."

Lehmann ist froh über die Personalie Köpke

Lehmann wird wie schon zuletzt beim 2:0-Erfolg im Iran am Mittwoch im Tor der DFB-Auswahl stehen, Bayern-Keeper Oliver Kahn sitzt absprachegemäß nur auf der Bank. Der frühere Schalker und Dortmunder macht sich aber keine Illusionen, dass er vielleicht im Moment die Nase vorn haben könnte. "Wenn wir am Mittwoch verlieren sollten und ich dabei zwei Fehler mache, werden sich bestimmt einige Leute freuen. Das sind dann die gleichen, die vorher immer vorgeben, der Nationalelf helfen zu wollen. Namen werden Sie von mir aber keine hören", sagte Lehmann, der sich über den Wechsel auf der Position des Torwarttrainers von Sepp Maier, der ihn zuletzt wieder öffentlich kritisiert hatte, zu Andreas Köpke freut: "Ich glaube, dass sich das Arbeitsklima unter Andy Köpke für mich verbessert."

Autor: ar

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