Gastgeber Deutschland trifft beim Konföderationen-Pokal vom 15. bis 29. Juni 2005 in Gruppe A auf Australien, Argentinien und Tunesien. In die Gruppe B wurden Brasilien, Griechenland, Japan und Mexiko gelost.

DFB-Elf gegen Australien, Tunesien und Argentinien

01. November 2004, 17:04 Uhr

Gastgeber Deutschland trifft beim Konföderationen-Pokal vom 15. bis 29. Juni 2005 in Gruppe A auf Australien, Argentinien und Tunesien. In die Gruppe B wurden Brasilien, Griechenland, Japan und Mexiko gelost.

Australien, Argentinien und Tunesien heißen die Gegner von Gastgeber Deutschland beim Konföderationen-Pokal vom 15. bis 29. Juni 2005 in der Gruppe A. Dies ergab die Gruppenauslosung durch Eiskunstlauf-Star Katarina Witt in der Alten Oper in Frankfurt/Main. In der Gruppe B treffen Weltmeister Brasilien, Europameister Griechenland, Japan und Mexiko aufeinander. Der Konföderationen-Cup ist die Generalprobe für die Weltmeisterschaft (9. Juni bis 9. Juli 2006) in Deutschland.

DFB-Elf will "mit jedem Spiel wachsen"

"Wir werden versuchen, mit jedem Spiel zu wachsen. Der Konföderationen-Cup ist die große Generalprobe für die WM 2006. Es ist natürlich ein Highlight, gegen Mannschaften wie Argentinien zu spielen. Das wird ein ganz besonderer Moment für die Spieler und eine Partie, die sie nicht vergessen werden", sagte Bundestrainer Jürgen Klinsmann im Anschluss an die Ziehungs-Zeremonie.

Auftaktgegner Australien

Auf die Auswahl des deutschen Fußball-Bundes (DFB) wartet im Auftaktspiel der Gruppe A am 15. Juni in Frankfurt/Main zunächst Ozeanien-Vertreter Australien. "Ein starker Gegner, mit vielen Spielern aus der englischen Premier League", meinte Klinsmann. Das zweite Gruppenspiel des dreimaligen Welt- und Europameisters am 18. Juni gegen Afrika-Meister Tunesien steigt in Köln. Das Vorrunden-Highlight gegen Argentinien findet am 21. Juni im Nürnberger Frankenstadion statt. Auf den zweimaligen Weltmeister trifft die Klinsmann-Elf bereits zuvor in einem Länderspiel am 8. Februar 2005 in Düsseldorf.

Die Fußball-Fans sollen im kommenden Sommer bereits ein Gefühl für die einzigartige Atmosphäre bei Welttitelkämpfen bekommen. "Das ist eine tolle Gelegenheit für die Fans, schon im nächsten Jahr in den Stadien WM-Flair zu erleben. Ich denke, dass wir volle Arenen haben werden", meinte OK-Chef Franz Beckenbauer, der auf Grund eines schweren Rippenprellung wegen eines Sturzes in Kitzbühel am Montag nicht in die Mainmetropole reisen konnte.

"Brasilien ist das Maß aller Dinge"

Weltmeister Brasilien muss sich unterdessen in der Gruppe B mit Europameister Griechenland mit Trainer Otto Rehhagel, Asien-Meister Japan und Mexiko auseinandersetzen. "Brasilien ist das Maß aller Dinge. Das wird in Leipzig ein Highlight für meine Spieler und die Fans", meinte Erfolgscoach Rehhagel, der mit den Griechen auch beim Konföderationen-Cup wieder für Aufsehen sorgen will. Die Halbfinals werden in Nürnberg (25. Juni) und Hannover (26. Juni) ausgetragen. Das Finale am 29. Juni findet dann wiederum in Frankfurt statt.

Für Vizeweltmeister Deutschland, der nur 1999 in Mexiko an der "Mini-WM" teilgenommen hatte, gewinnt der in den vergangenen Jahren zumeist verschmähte Konföderationen-Pokal auf Grund der automatischen WM-Qualifikation enorm an Bedeutung. Denn die Spiele im Sommer 2005 werden die einzigen ernstzunehmenden Härtetests für das Team von Chefcoach Klinsmann sein. "Die deutsche Nationalmannschaft kann zeigen, dass dies zuletzt unter Klinsmann keine Zufallsergebnisse waren und beweisen, dass sie zu den besten Mannschaften der Welt zählt", sagte DFB-Präsident Gerhard Mayer-Vorfelder, der sich von einem sportlich erfolgreichen Abschneiden einen weiteren Schub für die WM erhofft.

Der Konföderationen-Cup gilt aber nicht nur für die Nationalmannschaft als Prüfstein, sondern vor allem auch für das deutsche OK vor den Augen der Weltöffentlichkeit. Auch die FIFA investiert wie nie zuvor in die "Mini-WM". Das Budget für die 14-tägige Veranstaltung beträgt 32 Millionen Euro. Dabei werden aber nur Einnahmen in Höhe von 25,8 Millionen erwartet, ein Defizit von 6,2 Millionen ist durch die FIFA eingeplant. "Damit haben wir finanziellen Druck vom Turnier genommen", meinte FIFA-Generalsekretär Urs Linsi. Dem Sieger des Konföderationen-Cups winkt ein Preisgeld von 3,52 Millionen Schweizer Franken.

Noch vor dem offiziellen Beginn der Auslosung gab die FIFA am Montag auch die Preise für die Eintrittskarten bekannt. Das günstigste Ticket für die Partien beim Konföderationen-Cup kostet 17 Euro, im Durchschnitt liegen die Preise bei 42 Euro. Die Final-Tickets der besten Kategorie sind für 99 Euro zu haben. "Damit sind die Tickets für jedermann erschwinglich", meinte Linsi.

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