Die deutschen Weltmeisterinnen treffen heute ab 15  Uhr in einem Testspiel auf die Niederlande. DFB-Trainerin Tina Theune-Meyer sorgte unter der Woche mit Äußerungen für Spekulationen um ihr Karriereende.

Weltmeisterinnen treten heute gegen "Oranje" an

ar
14. Oktober 2004, 08:26 Uhr

Die deutschen Weltmeisterinnen treffen heute ab 15 Uhr in einem Testspiel auf die Niederlande. DFB-Trainerin Tina Theune-Meyer sorgte unter der Woche mit Äußerungen für Spekulationen um ihr Karriereende.

Der Gegner wurde erst in letzter Sekunde gefunden, die Zukunft der Cheftrainerin scheint ungewiss: Vor dem Länderspiel der deutschen Weltmeisterinnen gegen die Niederlande am heutigen Donnerstag (15 Uhr/live im ZDF) in Berlin herrschte jede Menge Trubel im Lager der Auswahl des Deutschen Fußball-Bundes (DFB). Zunächst zeigte DFB-Trainerin Tina Theune-Meyer erste Anzeichen von Amtsmüdigkeit, dann sagte der eigentliche Kontrahent Ghana kurzfristig ab.

Öffentliche Äußerungen sorgen für Spekulationen

Doch die Suche nach einem Ersatzgegner trat angesichts von Äußerungen der Erfolgstrainerin in den Hintergrund. Die 50-Jährige, die mit der DFB-Auswahl seit ihrem Amtsantritt 1996 einmal Welt- und zweimal Europameister wurde sowie zwei Bronzemedaillen bei Olympischen Spielen gewann, hatte mit Äußerungen in der Öffentlichkeit Spekulationen über ihren Abschied aus dem Amt nach der EM angeheizt. "Da ist noch keine Entscheidung gefallen. Mein Vertrag läuft aus. Da ist es klar, dass man sich Gedanken über vieles macht. Aber die Leidenschaft für den Fußball brennt noch in mir", meinte die Trainerin.

Vieles deutet darauf hin, dass "TTM" gerne bis zur WM in China 2007 im Amt bleiben würde. Gespräche mit dem DFB sollen allerdings frühestens nach dem DFB-Bundestag in Osnabrück (22./23. Oktober) beginnen.

Niederlande "Topkandidat"

Heute will sie aber mit ihrer Mannschaft zunächst einen weiteren Länderspielsieg feiern. Das "Oranje"-Team steht erst seit Montag als Gegner fest. "Nach der Absage haben wir eine Kandidatenliste erstellt, mit den Niederlanden hat unser Topkandidat gleich zugesagt. Eine komplette Absage wäre eine Katastrophe gewesen", erklärte Theune-Meyer vor der Partie im Jahnsportpark.

Noch am Montagmorgen hatten die DFB-Verantwortlichen am Amsterdamer Flughafen Schiphol vergeblich auf die Afrikanerinnen gewartet. Bereits im Vorfeld der Olympischen Spiele von Athen hatte Ghana ein geplantes Duell abgesagt und das DFB-Team, das später die Bronzemedaille gewann, hatte gegen Nigeria gespielt.

"Wir spielen sehr gerne gegen die Niederlande, weil das kämpferisch und spielerisch eine große Herausforderung ist. Ein Heimspiel zum Jahresende in der Hauptstadt ist etwas Besonderes. Wir wollen die Bronzemedaille von Athen präsentieren und zugleich einen Abschnitt beenden. Nach drei Monaten Winterpause wird dann intensiv die Vorbereitung auf die EM eingeläutet", sagte Theune-Meyer bereits mit Blick auf die Europameisterschaft im Juni des kommenden Jahres in England.

Autor: ar

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