Trotz seiner

Kahn demonstriert Gelassenheit

er
21. August 2004, 16:15 Uhr

Trotz seiner "Degradierung" als DFB-Kapitän und der Rotation im Tor der deutschen Nationalmannschaft bleibt Oliver Kahn gelassen: "Meine Erfahrung ist groß genug, dass ich die Dinge jetzt nicht überbewerte."

Weder seine "Degradierung" als DFB-Kapitän noch die vom neuen Bundestrainer Jürgen Klinsmann geplante Rotation im deutschen Tor oder die Rivalität mit Jens Lehmann können Oliver Kahn aus der Ruhe bringen. Der Nationaltorwart demonstriert Gelassenheit. "Meine Erfahrung ist groß genug, dass ich die Dinge jetzt nicht überbewerte. Wer meint, ich würde explodieren, der kennt mich wirklich nicht. Ich bleibe ganz ruhig und vertraue auf meine Stärke", sagte Kahn im Interview mit der Bild-Zeitung.

Die Entscheidung von Klinsmann, künftig Michael Ballack mit dem Amt des Spielführers in der Nationalmannschaft zu betrauen, bezeichnete der 35-Jährige als "völlig legitim". Er sehe dies auch "überhaupt nicht als Entmachtung an. Im Gegenteil. Wir alle können davon nur profitieren."

"Klinsmann ist der Chef"

Klinsmann sei nun eben "der Chef der DFB-Elf, er hat die Verantwortung für das Ganze. Er muss erfolgreich sein und setzt dafür eben seine eigenen Mittel ein. So ist das eben und damit komme ich auch zurecht", so der Keeper von Bayern München, der am Mittwoch beim 3:1 in Österreich sein 73. Länderspiel absolvierte.

Zum Thema Lehmann meinte Kahn, dass er sich "nicht mit anderen" beschäftigen wolle. Es gehe jetzt allein darum, "mich auf meine Leistung zu konzentrieren. Und wenn alles funktioniert, dann werden die Dinge auch so laufen, wie ich sie mir vorstelle", so Kahn weiter, der nach wie vor die WM 2006 in Deutschland als "mein großes Ziel" bezeichnete.

Nach der Partie in Wien war Kahn noch wortlos an den Medienvertretern vorbeimarschiert. Der "Titan" war zur Pause gegen England-Legionär Lehmann vom FC Arsenal ausgetauscht worden.

Autor: er

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