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Maier ist von Hitzfeld "enttäuscht"

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Bundestorwart-Trainer Sepp Maier hat seinen langjährigen Chef Ottmar Hitzfeld kritisiert und dessen Absage als neuer Nationalcoach nachgetrauert. "Ich bin enttäuscht, dass er es nicht gemacht hat", sagte Maier.

Obwohl die Suche nach einem neuen DFB-Teamchef beendet scheint, hat sich Sepp Maier noch zur Absage von Ottmar Hitzfeld geäußert. Der Bundestorwart-Trainer ist von seinem langjährigen Chef "enttäuscht" und gibt ihm eine Mitschuld am spontanen Rücktritt von Teamchef Rudi Völler nach dem Vorrunden-Aus der deutschen Nationalmannschaft bei der Fußball-EM in Portugal. Zwar freute sich der 60-Jährige im Bayerischen Fernsehen auf die Zusammenarbeit mit dem designierten DFB-Teamchef Jürgen Klinsmann ("Er ist sicher der richtige Mann, auch das Umfeld stimmt für ihn"), dennoch trauerte er immer noch der vorausgegangenen Absage von Hitzfeld nach: "Ottmar wäre der Beste gewesen. Ich bin enttäuscht, dass er es nicht gemacht hat."

Maier: Hitzfeld trifft Mitschuld an Rücktritt Völlers

Nach Auffassung von Sepp Maier hat Hitzfeld mit seinem im Vorfeld der EM geäußerten Interesse am Bundestrainer-Amt ("Das wäre für mich die logische Konsequenz") Völlers überraschende Entscheidung mit herbeigeführt. Der DFB-Teamchef wollte nach dem Desaster in Portugal offensichtlich einer öffentlichen Debatte um seine Person aus dem Weg gehen.

"Wenn man das ganze Theater im Vorfeld der EM und im Trainingslager im Schwarzwald mitbekommen hat, ist darauf auch zurückzuführen, dass Rudi so spontan zurückgetreten ist. Denn er wollte die Schlammschlacht in den Zeitungen nicht miterleben. Ottmar hatte ja bekundet, dass er bereit sei und das Amt ihn freuen würde," sagte Maier in der Sendung Blickpunkt Sport. Laut Maier ging Völler anscheinend davon aus, dass Hitzfeld tatsächlich als Nachfolger zur Verfügung stünde.

Klinsmann für Maier eine gute Lösung

Nach der Absage von Hitzfeld ("Der Akku ist leer") betrachtet Maier den künftigen Teamchef Jürgen Klinsmann, zu dessen Stab voraussichtlich auch Holger Osieck als erster Assistent und Oliver Bierhoff als Nationalmannschafts-Manager gehören sollen, als gute Lösung. "Ich freue mich auf die Zusammenarbeit mit Klinsmann, Oliver Bierhoff und Osieck", sagte Maier.

Als größtes Problem für die Zukunft machte der Bundestorwart-Trainer die Angriffs-Schwäche der DFB-Elf aus. "Wir brauchen bis zur WM 2006 eine schlagkräftige Truppe, aber auch ein Klinsmann kann die Spieler nicht aus dem Ärmel schütteln. Wir haben einfach ein Sturm-Problem."

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