Er gilt zwar als ernsthafter Kandidat für den Posten des Bundestrainers, dennoch hält Morten Olsen sich bei der Frage nach der Völler-Nachfolge eher bedeckt.

Morten Olsen: "Habe noch einen Vertrag bis 2006"

jt
13. Juli 2004, 12:14 Uhr

Er gilt zwar als ernsthafter Kandidat für den Posten des Bundestrainers, dennoch hält Morten Olsen sich bei der Frage nach der Völler-Nachfolge eher bedeckt. "Das möchte ich nicht kommentieren", so der Dänemark-Coach.

Morten Olsen geht in die Defensive: Der als Kandidat für den Posten des deutschen Bundestrainers gehandelte Däne hält sich in der Diskussion auffallend zurück. "Es ehrt mich, zum Kandidatenkreis zu zählen. Außerdem ist Deutschland ein großes Fußballland, die Bundesliga gehört zu den fünf stärksten Ligen in Europa. Dazu findet die nächste WM in zwei Jahren in Deutschland statt. Von daher ist es natürlich für jeden Trainer eine reizvolle Aufgabe. Es sind jedoch Spekulationen, die ich nicht weiter kommentieren möchte. Außerdem habe ich mit dem dänischen Fußball-Verband noch einen Vertrag bis 2006", sagte der 54-Jährige im Gespräch mit der Tageszeitung Die Welt.

"Der deutsche Fußball hat eine Perspektive"

Der frühere Bundesligatrainer, der auch als Nachfolger für Dick Advocaat als Bondscoach der Niederlande im Gespräch ist, sieht die Zukunft des deutschen Fußballs trotz der jüngsten Nackenschläge für die A-Mannschaft und die U21-Junioren, die in diesem Sommer jeweils nach der EM-Vorrunde ausschieden, nicht so schwarz: "Der deutsche Fußball, insbesondere die Nationalmannschaft, hat selbstverständlich eine Perspektive. Denn in der Bundesliga gibt es viele großartige Spieler - mit deutschem Pass."

Großer Druck vor Heim-WM

Dennoch sieht es auch Olsen als schwierig an, bis zum WM-Start in zwei Jahren eine schlagkräftige deutsche Mannschaft auf die Beine zu stellen: "Der Druck, eine Weltmeisterschaft im eigenen Land zu haben, ist sehr groß. Deshalb ist es schwierig, in dieser Zeit eine neue Mannschaft aufzubauen. Zumal man mit ihr nicht jeden Tag zusammenarbeiten kann wie ein Vereinstrainer mit seinem Team. Und das ist das generelle Problem eines Nationaltrainers, was teilweise frustrierend ist."

Autor: jt

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