Einen Tag nach der schlechten Leistung der deutschen Nationalmannschaft auf Island und der  verbalen Fehltritte von Teamchef Rudi Völler hat sich DFB-Präsident Gerhard Mayer-Vorfelder in einem Interview dazu geäußert.

Mayer-Vorfelder: "Ich kann Rudi Völler verstehen"

cle
07. September 2003, 15:47 Uhr

Einen Tag nach der schlechten Leistung der deutschen Nationalmannschaft auf Island und der verbalen Fehltritte von Teamchef Rudi Völler hat sich DFB-Präsident Gerhard Mayer-Vorfelder in einem Interview dazu geäußert.

Auch DFB-Präsident Gerhard Mayer-Vorfelder war nach dem 0:0-Unentschieden der deutschen Nationalmannschaft auf Island nicht begeistert. Einen Tag nach dem Spiel sprach der Sport-Informations-Dienst mit dem DFB-Präsidenten über das Spiel und Rudi Völler.

sid: "Herr Mayer-Vorfelder, Sie haben aus Termingründen das Länderspiel der deutschen Fußball-Nationalmannschaft auf Island nur am Fernseher verfolgen können. Was sagt der DFB-Präsident aus der Ferne zur Leistung der deutschen Nationalmannschaft."

Mayer-Vorfelder: "Das Spiel der deutschen Mannschaft war sicherlich enttäuschend. Mir hat vor allem die Leidenschaft, der unbedingte Einsatzwille gefehlt angesichts der Tatsache, dass es sich um ein wichtiges EM-Qualifikationsspiel handelte."

sid: "Was erwarten Sie vom Spiel gegen Schottland am Mittwoch?"

Mayer-Vorfelder: "Ich bin überzeugt, dass die Mannschaft Charakter zeigen und die notwendige Leidenschaft für ein besseres Spiel aufbringen wird."

sid: "Teamchef Rudi Völler hat nach dem Abpfiff heftig gegen die Berichterstattung gepoltert. Hat Ihnen als Dienstherrn das gefallen?"

Mayer-Vorfelder: "Ich habe volles Verständnis für Rudi Völler, der sich dagegen wehrte, dass an seiner Mannschaft kein gutes Haar gelassen und der deutsche Fußball mit "munteren Wortspielen" in Grund und Boden geredet wurde."

sid: "Völler hat indirekt mit Rücktritt gedroht."

Mayer-Vorfelder: "Ich denke, es ist das gute Recht von Rudi Völler, sich zur Wehr zu setzen, und das hat er auch getan."

Autor: cle

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