Torwart Jens Lehmann hat seine Kritik an Oliver Kahn relativiert. Englische Zeitungen hatten den Arsenal-Spieler mit der Aussage zitiert, dass er aufgrund besserer Leistung die eigentliche Nummer eins im DFB-Team sei.

Lehmann relativiert Kritik an Kahn

cle
04. September 2003, 21:58 Uhr

Torwart Jens Lehmann hat seine Kritik an Oliver Kahn relativiert. Englische Zeitungen hatten den Arsenal-Spieler mit der Aussage zitiert, dass er aufgrund besserer Leistung die eigentliche Nummer eins im DFB-Team sei.

Jens Lehmann beansprucht nicht die unmittelbare Führungsrolle im Tor der deutschen Nationalmannschaft. Dies stellte der frühere Dortmunder vor dem Länderspiel am Samstag in Island klar. Damit distanzierte sich der England-Legionär von britischen Zeitungsberichten, die ihn mit herber Kritik an Stammtorhüter Oliver Kahn zitierten. Danach habe Lehmann gesagt, er sei in Wahrheit aufgrund besserer Leistungen die eigentliche Nummer eins im DFB-Team.

Lehmann sucht Gespräch mit Kahn und Völler

"Richtig ist, ich würde gerne ein paar Länderspiele machen. Aber ich werde diesen Anspruch in der Nationalmannschaft nie mehr stellen und sagen: Ich muss jetzt spielen", relativierte der 33 Jahre alte Schlussmann nun gegenüber der Zeitung Die Welt. Auch gegenüber seinem Konkurrenten Oliver Kahn wollte Lehmann seine Aussagen richtig gestellt wissen: "Ich habe ihm gesagt, dass ich nicht gesagt habe, dass ich der bessere Torwart bin. Er hat es akzeptiert." Auch DFB-Teamchef Rudi Völler sprach Lehmann an: "Ich habe auch ihm einfach nur gesagt, dass ich es auf Grund meiner Leistungen im letzten Jahr verdient hätte, mal wieder zu spielen. Ich denke, wenn es zehn Länderspiele im Jahr gibt, dann könnte ich auch ein oder zwei Mal spielen." Zuletzt stand Lehmann im Oktober 2002 im Tor der Nationalelf.

Telefonat mit Metzelder

Auch gegenüber seinen ehemaligen Mitspielern bei Borussia Dortmund war der neue Schlussmann von Arsenal London um Schadensbegrenzung bemüht und relativierte kritische Aussagen über den BVB: "Ich habe deshalb auch Christoph Metzelder angerufen und ihm gesagt, dass ich diese Aussagen, die zu lesen waren, nie gemacht habe." Der erst 22 Jahre alte Borussen-Kapitän Metzelder hat laut Lehmann im aktuellen Gehaltsstreit beim BVB eine schwierige Rolle zu spielen: "Ich habe Metze damals, als er zum Kapitän bestimmt wurde, gratuliert. Ich habe ihm aber auch gesagt, dass ich es nicht gut finde. Er hat eine Verletzung, er hat lange nicht mehr gespielt, er muss sich erst mal selbst finden."

Autor: cle

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