DFB-Stürmer wehren sich gegen angebliche Krise

tok
04. September 2003, 10:53 Uhr

Vor dem EM-Qualifikationsspiel gegen Island hoffen die Nationalstürmer auf ein Ende der Torflaute und setzten auf die Unterstützung aus dem Mittelfeld. "Ich erhoffe mir von Ballack und Deisler viel", so Fredi Bobic.

Vor dem EM-Qualifikationsspiel gegen Island weisen die Stürmer der Nationalmannschaft Angriffe gegen ihre Reihen zurück. "Wir haben keine Krise. Es gibt immer mal Situationen, in denen man das Tor nicht trifft", wehrt sich Fredi Bobic. Der Stürmer hofft dabei auf Unterstützung aus dem Mittelfeld. "Ich erhoffe mir von Michael Ballack und Sebastian Deisler eine ganze Menge. Sie geben neue Impulse und können mit ihren Flanken und Pässen uns Stürmer in gute Positionen bringen", sagt Bobic, der seit seinem Wechsel von Hannover 96 zu Hertha BSC weder in der Meisterschaft noch im Pokal oder für die Nationalelf ins Schwarze getroffen hat.

Völler läßt Aufstellung noch offen

"Fredi ist so erfahren, er weiß selbst am besten, wie man mit so einer Situation umgeht", urteilt DFB-Teamchef Rudi Völler. Auch Miroslav Klose, trotz immerhin schon jeweils einem Treffer in der Meisterschaft und im Pokal mit dem 1. FC Kaiserslautern gleich wieder im Chaos versunken, stärkt der Teamchef den Rücken: "Miro hat sich in der Vergangenheit schon öfter aus solchen Situationen befreit und dann in der Nationalmannschaft wichtige Tore geschossen." Ob Klose, trotz seiner starken Ausbeute mit 15 Treffern in 30 Einsätzen für den DFB zuletzt gegen die Färöer (2:0) und Italien (0:1) zunächst nur auf der Bank, oder Bobic, mit fünf Toren aus den letzten acht Länderspielen derzeit bester Torschütze, in Reykjavk von Beginn an spielen wird, lässt Völler aber noch offen.

Kuranyi hofft auf seinen Einsatz

Im Sturm gesetzt ist lediglich der Leverkusener Oliver Neuville, der mit drei Bundesliga-Toren und zwei Treffern im Pokal in dieser Saison zu neuer Hochform aufläuft, obwohl er alles andere als ein typischer Torjäger ist. "Oliver hat nach der schwierigen vergangenen Saison den Kopf wieder frei. Er traut sich wieder viel mehr zu", erklärt Völler, der im Training vor dem Abflug nach Island den quirligen Bayer-Angreifer gemeinsam mit Klose spielen ließ. Nur Ersatz ist Jungstar Kevin Kuranyi, der nach seinem Höhenflug in der vergangenen Spielzeit mit 15 Treffern für den VfB Stuttgart in dieser Saison ebenfalls noch die Null auf seinem Konto stehen hat. "Ich bin froh, dass ich überhaupt dabei bin. Natürlich hoffe ich, dass ich zum Einsatz komme", sagt der dreimalige Nationalspieler, der immer noch auf sein erstes Länderspieltor wartet.

Autor: tok

Kommentieren