Gerhard Mayer-Vorfelder bewertete vor allem den Auftritt der Jung-Nationalspieler beim 4:1 gegen Kanada positiv. Bei der EM-Qualifikation gegen Schottland und Färöer erwartet der DFB-Präsident klipp und klar zwei Siege.

DFB-Chef fordert sechs Punkte vom Völler-Team

dit
02. Juni 2003, 13:17 Uhr

Gerhard Mayer-Vorfelder bewertete vor allem den Auftritt der Jung-Nationalspieler beim 4:1 gegen Kanada positiv. Bei der EM-Qualifikation gegen Schottland und Färöer erwartet der DFB-Präsident klipp und klar zwei Siege.

Berti Vogts hatte genug gesehen, ehe Tobias Rau seinen Treffer zum 4:1 gegen Kanada ausgiebig feiern durfte. Der Trainer aus Schottland fuhr mit fragwürdigen Erkenntnissen Richtung Vorbereitung für die EM-Qualifikationsspiel am Samstag (16 Uhr MESZ/live in der ARD) in Glasgow gegen die deutsche Nationalmannschaft. Der Vize-Weltmeister gewann seine Generalprobe gegen Kanada zwar klar mit 4:1 (1:1), in Angst und Schrecken hat die DFB-Auswahl den früheren Bundestrainer trotz einer guten zweiten Hälfte aber nicht gerade versetzt. Aber Hoffnungen geschürt - das gilt zuallererst für den DFB-Präsidenten Gerhard Mayer-Vorfelder, den der "Spielwitz" der zweiten Hälfte durchaus begeistern konnte.

Vogts spielt das Duell runter

"Wir werden am Samstag in Glasgow sicher eine ganz andere deutsche Mannschaft sehen. Aber wir sind dennoch weiterhin zuversichtlich, dass wir gegen Deutschland gewinnen können", sagte indes Vogts und eröffnete via Magazin kicker gleich einmal das verbale Duell mit DFB-Teamchef Rudi Völler: "Rudi schaukelt dieses Spiel zu hoch. Ich weiß nicht warum. Er braucht nicht etwas aufzubauen, was nicht vorhanden ist."

"MV" fordert sechs Punkte

DFB-Präsident Gerhard Mayer-Vorfelder nahm den dreimaligen Welt- und Europameister vor den beiden Qualifikationsspielen in Schottland und auf den Färöer-Inseln (11. Juni) mehr als gewohnt in die Pflicht. "Ich erwarte, dass wir zurückkommen und sechs Punkte mehr auf dem Konto haben. Wir müssen einen gewaltigen Schritt nach vorne machen", forderte "MV".

Lob für Freier von ganz oben

Mit dem zweiten Durchgang nach mäßiger erster Halbzeit gegen Kanada war jedoch auch der DFB-Präsident zufrieden, vor allem mit den jungen Akteuren Paul Freier, Andreas Hinkel und Tobias Rau, die dem Spiel nach dem Ausgleich durch Carsten Ramelow (40.) die entscheidende Wende gegeben hatten. "Man hat gesehen, dass die Jungen auf dem Weg nach vorne sind. Vor allem Paul Freier möchte ich hervorheben", lobte "MV". Auch Völler freute "die sehr gute Reaktion meiner Mannschaft und vor allem auch, dass junge Spieler wie Paul Freier und Tobias Rau das Heft in die Hand genommen haben. Da war Spielfreude zu sehen".

Wichtiger als das durch den Erfolg gegen Kanada getankte Selbstbewusstsein wird beim Vize-Weltmeister die Rückkehr von Michael Ballack bewertet, den der Leverkusener Bernd Schneider nie ersetzen konnte. "Was Ballack für die Mannschaft bedeutet, hat man am Samstag beim Pokalfinale gesehen", formulierte Mayer-Vorfelder.

Autor: dit

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