Der französische Nationaltorhüter Fabien Barthez wechselt vom englischen Meisters Manchester United zu seinem Ex-Klub Olympique Marseille. Der Weltmeister wird bis zum Saisonende ausgeliehen.

Barthez zieht es zurück in die Heimat

ps
16. Oktober 2003, 23:05 Uhr

Der französische Nationaltorhüter Fabien Barthez wechselt vom englischen Meisters Manchester United zu seinem Ex-Klub Olympique Marseille. Der Weltmeister wird bis zum Saisonende ausgeliehen.

Olympique Marseille und der englische Meister Manchester United haben sich über die Rückkehr des Nationaltorwarts Fabien Barthez nach Frankreich geeinigt. Vertreter beider Klubs schlossen am Donnerstag ein Leihgeschäft bis zum Saisonende ab. Der Transfer muss allerdings noch vom Weltverband (FIFA) abgesegnet werden, weil ein Wechsel außerhalb der Transferperiode (1. bis 31. Januar) üblicherweise nicht erlaubt ist.

In Frankreich ist es jedoch erlaubt, einen Torwart zu verpflichten, wenn der etatmäßige Keeper länger als drei Monate ausfällt. Dies ist bei Marseille der Fall. Schlussmann Cedric Carasso hatte vor kurzem einen Kreuzbandriss erlitten.

Bei "ManU" nur die Nummer drei

Welt- und Europameister Barthez hatte bei "ManU" seit seiner desolaten Leistung im Champions-League-Spiel gegen Real Madrid (4:3) am 23. April kein Pflichtspiel mehr absolviert und war von Teammanager Sir Alex Ferguson hinter Tim Howard und Roy Carroll zum Keeper Nummer drei degradiert worden. In Marseille hat Barthez nun die Chance, Spielpraxis zu sammeln. Seinen Stammplatz in der Nationalelf hatte der 32-Jährige zwar nicht verloren, Trainer Jacques Santini wollte dies allerdings im Hinblick auf die Euro 2004 in Portugal überdenken, sollte der Glatzkopf weiterhin in Manchester nur Ersatz sein.

Bei Marseille hatte Barthez einst seinen größten Erfolg auf Vereinsebene erzielt, als er 1993 an der Seite des heutigen DFB-Teamchefs Rudi Völler die Champions League gegen den AC Mailand (1:0) in München gewann. Barthez war im Jahr 2000 für knapp 14 Millionen Euro vom AS Monaco nach Manchester gewechselt. Dort besitz er noch einen Vertrag bis 2006 mit einem Nettogehalt von schätzungsweise drei Millionen Euro pro Jahr.

Autor: ps

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