Wer die Saison-Vorbereitung des WSV Borussia verfolgt, dem dürfte die wundersame Wandlung des Tim Jerat aufgefallen sein.

WSV BORUSSIA: Tim Jerats wundersame Wandlung

26. Januar 2007, 14:26 Uhr

Wer die Saison-Vorbereitung des WSV Borussia verfolgt, dem dürfte die wundersame Wandlung des Tim Jerat aufgefallen sein.

Wer die Saison-Vorbereitung des WSV Borussia verfolgt, dem dürfte die wundersame Wandlung des Tim Jerat aufgefallen sein. In der letzten Saison fiel der Allrounder noch unter die Kategorie "Mitläufer", nun marschiert er vorne weg. Dabei war seine Ausgangslage auch vor einem Jahr nicht viel anders, wie Jerat betont: "Schließlich stand ich beim ersten Match 2006 in Essen in der Start-Formation." Nach 30 Minuten wurde er bei der 2:3-Niederlage an der Hafenstraße ausgewechselt, es folgte die Rückstufung ins Oberliga-Team.

Trainer Uwe Fuchs plante im Sommer schon gar nicht mehr mit dem gebürtigen Kölner, doch Jerat gab nicht auf und erlebt nun eine völlig neue Rolle: als wichtiger Mosaikstein im Erfolgs-System. Der frühere Mainzer freut sich über die Entwicklung, abheben würde er deswegen aber nicht. Dazu ist die jüngste Vergangenheit auch noch zu gegenwärtig. "Es war eine Kopfsache, dass ich zwischenzeitlich nicht mehr oben dran war", betont der 24-Jährige: "Aber ich habe mich zurückgekämpft. Da muss ich auch Ayhan Tumani ein großes Lob aussprechen, er hat mich in Einzelgesprächen aus dem Loch geholt."

Die Bemühungen haben sich offenbar ausgezahlt, zuletzt avancierte Jerat zum Leistungsträger im Mittelfeld. Auch deshalb, weil der Coach ihn etwas offensiver aufstellte. Nur etwas wurmt den 116-maligen Regionalliga-Kicker dann doch: "Ich habe bislang erst einmal getroffen, da muss künftig mehr passieren." Es sollen Treffer für den Traum vom Aufstieg sein. Und gleichzeitig Argumente für die Verlängerung seines Kontraktes. Der läuft im Sommer aus, und Jerat erklärt schmunzelnd: "Wenn es ein Bundesliga-Vertrag wird, dann freuen wir uns alle – auch wenn unser erstes Ziel sein muss, bis zum Ende ganz oben mitzuspielen." Wenn Jerat die letzten Eindrücke bestätigt, könnte er einen nicht unerheblichen Anteil am Gelingen haben.

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