Wechselt nach Denis Omerbegovic auch Marcel Höttecke von RW Ahlen zu Borussia Dortmund II?

AHLEN: Höttecke-Wechsel zum BVB jetzt kein Thema

18. Januar 2007, 19:05 Uhr

Wechselt nach Denis Omerbegovic auch Marcel Höttecke von RW Ahlen zu Borussia Dortmund II?

Wechselt nach Denis Omerbegovic auch Marcel Höttecke von RW Ahlen zu Borussia Dortmund II? Die Frage wird mit einem "Nein" beantwortet. Heiko Bonan, Trainer der Ahlener: "Wir haben für Regionalliga- und Oberliga-Mannschaft insgesamt drei Torleute. Neben Sebastian Völzow sind das Marcel Höttecke und Turgay Tapu. Das ist schon eng genug. Wenn wir jemanden gehen lassen, dann müssten wir vorher Ersatz finden. Letztlich ist das Sache des Vorstands, ich sehe das ganz relaxed."

Der frühere Nationalspieler streicht allerdings unmissverständlich heraus: "Wenn ich als Spieler einen Vertrag unterzeichne, dann beinhaltet das Rechte und Pflichten. Man muss nicht nur nehmen, sondern auch etwas zurückgeben. Ich habe es doch zu meiner aktiven Zeit selbst erlebt: Manchmal hast du Phasen, in denen du am liebsten vor deinem Verein weglaufen möchtest. Und dann gibt es auch Situationen, in denen dich der Club loswerden will. Doch ich habe im Fall Höttecke nie gesagt, dass er bei mir keine Chance mehr hat. Wenn es nicht nach Wunsch läuft, dann muss man eben beißen und auch Mal Geduld haben."

Der 19-Jährige Keeper, mit 1,99 Metern-Gardemaß ausgestattet, fehlte in der Hinserie zwischenzeitlich wegen eines Handbruchs. "Er ist ein junger, talentierter Mann", beschreibt Bonan, "aber ich frage einfach Mal: Bei welchem Regionalligisten steht ein Torwart mit 19 Jahren im Kasten? Da fällt mir keiner ein. Ich werde Marcel ganz normal behandeln, mir seine Leistungen ansehen." Auf Diskussionen, welche Kandidaten aufgrund diverser Vorzüge wo spielen, lässt sich der Ex-Bochumer überhaupt nicht ein: "Mir ist egal, ob jemand hübsch, jung oder alt ist. Ich bin ein ehrgeiziger Trainer, möchte möglichst jedes Spiel gewinnen. Dafür stelle ich die bestmögliche Formation auf."

In der ersten Halbserie erlebte die Ahlener Truppe eine Achterbahnfahrt. Teilweise standen die Rot-Weißen ganz oben, dann folgte der Absturz in die Abstiegszone, zum Abschluss setzte es einen 4:1-Paukenschlag über davor fulminante Düsseldorfer Fortunen. "Da hat man unsere spielerische Substanz gesehen", sagt "Bone", "wir haben insgesamt bewiesen, konkurrenzfähig zu sein. Schließlich kicken wir in dieser Klasse nicht gegen Torten-Teams. Wichtig ist einfach, immer als Mannschaft aufzutreten, die Stärken und Schwächen der Mitspieler zu akzeptieren. Du benötigst eine Truppe, die an einem Strick zieht, dazu Leute, die von der Bank aus Druck machen und mit Begeisterung bei der Sache sind."

Was er vermisst, ist eine klare Hierarchie innerhalb des Gefüges. Bonan: "Wenn sich bis zum Duell gegen RW Erfurt nichts tut, dann muss ich eben etwas anderes probieren." Dabei denkt er an einen Fall, den er selbst erlebt hat: "Bei RW Essen hat Jürgen Gelsdorf seinerzeit die Truppe geführt. Wenn du das als Trainer machst, ist es allerdings wesentlich anstrengender. Du brauchst eigentlich drei, vier Leute auf dem Platz, die deine Ideen umsetzen."

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