Außer Präsident Friedhelm Runge hat es bisher noch niemand beim WSV Borussia in den Mund genommen – dennoch liegt das Wort Aufstieg wie magisch in der mallorcinischen Luft.

WSV BORUSSIA: Reichwein holt den ersten Titel, Absage an Silvio Pagano

bw
18. Januar 2007, 16:44 Uhr

Außer Präsident Friedhelm Runge hat es bisher noch niemand beim WSV Borussia in den Mund genommen – dennoch liegt das Wort Aufstieg wie magisch in der mallorcinischen Luft.

Außer Präsident Friedhelm Runge hat es bisher noch niemand beim WSV Borussia in den Mund genommen – dennoch liegt das Wort Aufstieg wie magisch in der mallorcinischen Luft. Dabei stand die Reise nach Cala Millor zunächst unter keinem guten Stern, da unter der Woche mehrere Spieler mit einer Magen-Darm-Infektion außer Gefecht gesetzt waren und sogar kurzfristig überlegt wurde, das gesamte Trainingslager abzusagen. Dennoch sah Wuppertals Sportlicher Leiter Achim Weber den Zeitpunkt noch positiv, denn „besser jetzt, als kurz vor dem ersten Pflichtspiel gegen den HSV II.“

Während sich einige noch angeschlagene Kicker am frühen Sonntag morgen mit auf die Reise machten, flogen neben Co-Trainer Thomas Stickroth und Manager Thomas Richter Gaetano Manno, Tim Jerat und Michael Stuckmann erst am Montag auf die Balearen nach. „Es ist schon toll, dass der Verein so schnell und flexibel darauf reagiert hat,“ erklärt Tim Jerat, der bereits letztes Jahr als Gast mit ins Trainingslager gefahren ist und nach einem kurzzeitigen Hänger in der letzten Rückrunde jetzt fester Bestandteil des Teams ist.
Im Süden stehen nun intensive taktische Einheiten und Kraftübungen auf dem Programm. Dabei fanden die Deuser-Bänder wieder Verwendung und auch bei den wenigen Ballübungen wird auf Schnelligkeit und Spritzigkeit großer Wert gelegt. Nach den zahlreichen Einheiten gab es am gestrigen Mittwoch den verdienten freien Nachmittag für die Bergischen, den sie mit Spaziergängen oder im Spa verbrachten. Ab dem heutigen Donnerstag werden die Kicker von Uwe Fuchs wieder richtig Gas geben, nicht nur, weil sich Präsident Runge und der stellvertretende Vorsitzende Harald Hübener in Calla Millor angesagt haben.

Derweil muss sich Probespieler Silvio Pagano nicht weiter bemühen, der gebürtige Wuppertaler wird keinen Vertrag erhalten. „Wir sehen bei Silvio nicht die Qualität, dass er bei uns gleich in die erste Elf rutscht, nach solchen Spielern suchen wir aber zur Zeit,“ betont Weber. Pagano, der vom Zweitligisten FC Carl Zeiss Jena in der Winterpause freigestellt wurde, hatte sich beim WSV fit gehalten und die Bergischen in das Trainingslager nach Mallorca begleitet.

Dennoch ist die Stimmung im Team prächtig – vielleicht auch, weil der wieder genese Marcel Reichwein bei der Abendanimation zum „Mr. Monte Safari“ gewählt wurde. Gewinnen wollen die Kicker des WSV auch weiter, „um unser Ziel als Mannschaft zu erreichen,“ wie Kapitän Mike Rietpietsch unterstreicht. Dass sich dieses auf einem der beiden ersten Tabellenplätze befindet, ist offensichtlich.

Autor: bw

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