De Wuppertaler freunden sich allmählich mit dem Thema Zweite Liga an. Was noch zu tun ist, um den Rang auch am Saisonende zu besetzen, erläutert WSV-Präsident Friedhelm Runge im Interview mit RS.

WSV BORUSSIA - Runge verspricht Aufstiegs-Endspurt

gri
12. Januar 2007, 09:31 Uhr

De Wuppertaler freunden sich allmählich mit dem Thema Zweite Liga an. Was noch zu tun ist, um den Rang auch am Saisonende zu besetzen, erläutert WSV-Präsident Friedhelm Runge im Interview mit RS.

De Wuppertaler freunden sich allmählich mit dem Thema Zweite Liga an. Was noch zu tun ist, um den Rang auch am Saisonende zu besetzen, erläutert WSV-Präsident Friedhelm Runge im Interview mit RS.

Friedhelm Runge, wie fühlt man sich auf einem Aufstiegsplatz?

Wir haben von Anfang an gesagt, wir spielen oben mit. Es gibt fünf, sechs Mannschaften, die ein ähnliches Potenzial wie wir haben. Aber wir haben denen voraus, dass unsere Reserve in der Oberliga kickt und unser Trainer somit immer auf Bank-Leute mit Spiel-Praxis zurückgreifen kann.

Gab es in den eigenen Reihen einen Gewinner der Vorrunde?

Alle Jungs haben super mitgezogen, ich könnte keinen besonders hervorheben. Aber Tim Jerat hat sich schon sehr stark in den Vordergrund gespielt, obwohl kaum jemand außer mir daran geglaubt hat. Zudem ist es auffällig, was für eine Entwicklung unsere Keeper gemacht haben. Alle drei haben unserem Torwart-Trainer Michael Stahl eine Menge zu verdanken, er ist ein Top-Mann und hat aus ihnen richtige Torleute gemacht. Was da abgeliefert wird, ist eine tolle Leistung.

Gab es auch Enttäuschungen?

Von Gustav Policella hatte ich mir viel mehr versprochen, aber die Verletzungen haben ihn leider immer wieder zurückgeworfen. Das gilt auch für die Zuschauerzahlen und die Atmosphäre. Man kann selbst von den Top-Gegnern nicht behaupten, dass sie unsere Fans in Rage bringen. Das liegt wohl auch daran, dass wir eine unglückliche Stadion-Architektur mit weiten Laufbahnen haben. Aber wenn die Stehplatz-Tribünen hinter den Toren erst mal fertig sind, glaube ich schon, dass von den Zuschauern wesentlich mehr rüberkommt.

Nichtsdestotrotz kann man mit der Heim-Bilanz mehr als zufrieden sein, oder?

Zu Hause haben wir zwei Mal Unentschieden gespielt und sonst immer gewonnen, das ist schon stark. Wenn wir auch auf fremden Plätzen zwei, drei Erfolge eingefahren hätten, könnten wir natürlich schon ein beruhigendes Polster vorweisen.

Könnte die Heimstärke ausschlaggebend für den Aufstieg sein?

Natürlich. Wenn wir die Partien zu Hause weiter so abwickeln und zusätzlich auch auswärts gewinnen, bin ich sicher, dass wir aufsteigen. Ich bin davon überzeugt und sicher, dass wir es schaffen können.

Was ist für Sie der Schlüssel zum Erfolg?

Wir haben eine spielstarke, hungrige Truppe und ein Trainer-Gespann, das genauso denkt wie ich. Sie wollen um den Aufstieg kämpfen. Allerdings wollen wir dieses Wort noch nicht allzu häufig in den Mund nehmen. Unser Ziel muss sein, so lange wie möglich oben mit dabei zu sein und dann am Schluss vielleicht das gewisse Quäntchen Glück zu haben. Dafür werden wir alles geben.

Dabei wurden durchaus Ambitions-Ausrufezeichen gegenüber der Konkurrenz gesetzt!

Die anderen Clubs haben auch einiges getan, aber mit Tobias Damm haben wir einen guten Einkauf getätigt. Ich glaube fest daran, dass wir es schaffen können, weil wir die besseren Voraussetzungen haben als die anderen.

Autor: gri

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