DÜSSELDORF: Schlechtes Gefühl bei Mesic und Caracciolo

kru
11. Januar 2007, 21:05 Uhr

Der Startschuss für die Vorbereitung auf eine harte Rückrunde, die im besten Fall mit dem Aufstieg in die Zweite Bundesliga beendet werden soll, ist gefallen.

Der Startschuss für die Vorbereitung auf eine harte Rückrunde, die im besten Fall mit dem Aufstieg in die Zweite Bundesliga beendet werden soll, ist gefallen. Seit Montag hat Fortuna-Coach Uwe Weidemann die Seinen wieder um sich, um die Grundlagen für die zweite Serie zu schaffen. "Das Wichtigste ist für mich, dass alle Akteure wieder zurück sind. Auch unser Kapitän Marcus Feinbier und Andreas Lambertz sind wieder fit", freut sich Weidemann und fügt lobend hinzu: "Die Jungs waren allesamt sehr fleißig. Das konnte man schon beim Laktat-Test feststellen. Im Moment bin ich in einer sehr zufriedenstellenden Situation."

Das ist er jedoch in Sachen Stürmer-Suche immer noch nicht. Wunsch-Angreifer Mirnes Mesic ist wohl nicht von den Stuttgarter Kickers wegzueisen. "Man muss doch auch die Situation der Kickers verstehen. Schließlich sind sie in der Regionalliga Süd Dritter und nur sechs Punkte hinter einem Aufstiegsrang. Dass man seinen besten Offensiv-Mann dann nicht abgeben möchte, ist doch ganz klar", empfindet Weidemann, der aber verrät: "Wir sind nach wie vor in Kontakt. Aber mein Bauch-Gefühl sagt mir, dass es sehr schwer wird, ihn doch noch zu bekommen."

Auch Test-Kicker Fabio Caracciolo, der gestern Abend beim Vorbereitungs-Match bei TuSa 08 Düsseldorf (9:0) das Fortuna-Trikot überstreifte, wird wohl das einzige Mal das F95-Emblem auf der Brust getragen haben. "Er macht auf jeden Fall gut mit, aber derzeit ist es ein Problem, dass wir ihn wenig spielen sehen. Unsere bisherigen Eindrücke sagen uns aber, dass er auch nicht besser ist, als das, was wir haben", betont Weidemann und schiebt nach: "Wir werden nun eine sehr kurzfristige Entscheidung treffen müssen, da in Holland am nächsten Freitag die Rückrunde startet." Dann wird Caracciolo wohl wieder für seinen MVV Maastricht in der zweiten niederländischen Liga beim FC Omniworld die Stiefel schnüren. Der Coach nickt: "Die Tendenz geht dahin, dass wir ihn nicht verpflichten." Nach wie vor beschäftigt Weidemann aber dieses Thema: "Wir wussten von Anfang an, dass es sehr schwer wird, jemanden zu finden, der uns auf Anhieb weiterbringt. Aber wir halten weiterhin Augen und Ohren offen."

Schließlich sind es noch gute vier Wochen, bis der Tabellenführer VfL Osnabrück zum zweiten Rückrunden-Spieltag in der LTU-arena zu Gast ist. "Genau darauf arbeiten wir hin. Wir müssen nun eine konzentrierte Vorbereitung hinter uns bringen, damit wir für das Startprogramm gut gerüstet sind. Denn die Auftaktmatches haben es sofort in sich", weiß Weidemann. "Aber es kann doch für uns nichts Besseres geben als gegen den Spitzenreiter starten zu dürfen."

In eine aus Düsseldorfer Sicht hoffentlich erfolgreiche Rückserie. Weidemann: "Es spielen viele Faktoren eine Rolle. Wir hoffen, unser Verletzungspech jetzt ad acta legen zu können. Zudem braucht man in gewissen Situationen ein Quäntchen Glück. Ob es dann am Ende reicht, ist eine andere Frage. Jeder weiß doch, wie eng es zugeht. Bis Platz zehn haben alle Teams noch ernsthafte Chancen aufzusteigen."

Profi-Luft können die Fortunen aber schon vor dem kommenden Sommer schnuppern. Am 20. Januar steigt der Winter-Cup und die Bundesligisten Bayer Leverkusen, Borussia Mönchengladbach und Borussia Dortmund geben sich in der Landeshauptstadt die Ehre. "Unser Ziel ist es, dass die Zuschauer zufrieden nach Hause gehen. Wir wollen uns natürlich ordentlich aus der Affäre ziehen, aber man muss auch berücksichtigen, dass unsere Konkurrenten um einiges spritziger sein werden, schließlich sind sie dann nur eine Woche vor ihrem Beginn in die Rückrunde. Wir arbeiten hingegen auf unsere Begegnung gegen Osnabrück hin", erklärt Weidemann, stellt aber danach klar: "Ich werde in der nächsten Woche das Training ein bisschen drosseln, damit wir uns vernünftig präsentieren."

Autor: kru

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