Bei der  Wuppertaler Hallenfußball-Stadtmeisterschaft nahm Tobias Damm nur die Zuschauer-Rolle ein. Aber für den Indoor-Kick holte ihn der WSV Borussia auch nicht aus Mainz.

WSV BORUSSIA: Talent Damm gibt sich bescheiden

gri
08. Januar 2007, 12:25 Uhr

Bei der Wuppertaler Hallenfußball-Stadtmeisterschaft nahm Tobias Damm nur die Zuschauer-Rolle ein. Aber für den Indoor-Kick holte ihn der WSV Borussia auch nicht aus Mainz.

Bei der Wuppertaler Hallenfußball-Stadtmeisterschaft nahm Tobias Damm nur die Zuschauer-Rolle ein. Aber für den Indoor-Kick holte ihn der WSV Borussia auch nicht aus Mainz. Der Auftrag des Angreifers ist eh ein anderer: Tore schießen für den Aufstieg. "Die Mannschaft will nach oben, ich möchte dabei helfen und mich in Wuppertal durchsetzen", erklärt der 22-Jährige.

Zu Saisonbeginn hätte er das beinahe schon in Mainz geschafft. Am ersten Spieltag steuerte er einen Treffer zum 2:1-Sieg über den VfL Bochum bei, in der Folge durfte er weitere sieben Mal in der Bundesliga ran. Die Aussichten für die Rückrunde wären dennoch nicht rosig gewesen, wie Trainer Jürgen Klopp ihm mitteilte: "Kloppo hat mir gesagt, dass er im Abstiegskampf auf die erfahrenen Kicker setzt. Für meine Entwicklung ist aber wichtig, dass ich spiele." Da war ein Leihgeschäft naheliegend. Bewerber gab es genug, unter anderem Darmstadt 98, der SV Wehen und Hessen Kassel. "Ich war einen Tag in Wuppertal, habe mich mit dem Sportlichen Leiter Achim Weber und Trainer Uwe Fuchs unterhalten. Auf der Rückfahrt war mir klar, hier möchte ich hin", berichtet der gebürtige Homberger.

Vorerst ist nur eine Zusammenarbeit bis zum 30. Juni 2007 fixiert, doch Damm kann sich auch einen längeren Verbleib in Wuppertal vorstellen. "Mitte April werde ich mir ernsthafte Gedanken über meine Zukunft machen. Man muss mal abwarten, wie es dann aussieht", erklärt der bullige Stürmer. Vieles spricht für einen längeren Aufenthalt. Noch wohnt Damm im "Novotel", nach dem Mallorca-Trainingslager vom 14. bis 21. Januar will er sich nach einer Wohnung umschauen. Vielleicht auch für Freundin Susanne, die vorerst in der nordhessischen Heimat wohnen bleibt: "Sie ist berufstätig, kann daher nicht einfach mal so umziehen. Aber wenn sich im Sommer ein längerfristiges Engagement ergeben sollte, könnte sie nachkommen."

Seinen ersten Auftritt im WSV-Dress am kommenden Dienstag (19 Uhr, Stadion am Zoo) gegen Borussia Dortmund muss er daher allein begehen. Ausgerechnet ein Team, bei dem er vor kurzem noch als Erstliga-Akteur auf Augenhöhe antreten durfte. Dennoch betont er: "Es ist keine große Umstellung für mich und schon gar nicht ein Rückschritt. Für mich ist es wichtig, so viel wie möglich zu spielen." Die Möglichkeit sollte er in der Schwebebahnstadt definitiv haben.

Autor: gri

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