Nicht nur in der Liga ist er einer der konstantesten Kicker des Wuppertaler SV Borussia, auch im Pokal wurde er gegen Fortuna Düsseldorf zum Helden.

WSV BORUSSIA: Malys Kindheitstraum in England

kru
17. Dezember 2006, 17:44 Uhr

Nicht nur in der Liga ist er einer der konstantesten Kicker des Wuppertaler SV Borussia, auch im Pokal wurde er gegen Fortuna Düsseldorf zum Helden.

Nicht nur in der Liga ist er einer der konstantesten Kicker des Wuppertaler SV Borussia, auch im Pokal wurde er gegen Fortuna Düsseldorf zum Helden, als er nach den 120 Minuten zwei Elfmeter parierte. Deshalb ist es auch nicht überraschend, dass Keeper Christian Maly von den WSV-Fans zum zweiten Mal in dieser Saison zum Spieler des Monats gewählt wurde. In der November-Wertung ganz oben, mit seinem Team über Winter auf Platz zwei. Man könnte sagen, es läuft für den Torhüter, der sich mit der Hinrunde zufrieden gibt: "Auf dem zweiten Rang zu stehen, ist für uns natürlich super."

Dennoch konnte sich "Bob" vor allem mit den Auftritten auf fremdem Boden nicht anfreunden: "Zuhause hui, auswärts pfui. Wir müssen auf des Gegners Platz in der Rückrunde einfach besser auftreten." Sein Blick nach vorne: "Aber man darf nicht großartig nachkarten, sondern sollte froh sein, dass wir trotz der Auswärtsbilanz so gut da stehen."

Trotz der Winterpause hat Maly keine Ruhe. "Ich arbeite in der nächsten Woche noch", berichtet der Industriekaufmann, der auch an diesem Wochenende auf Achse war: "Ich habe mir gestern Arsenal London gegen den FC Portsmouth live angesehen und mir damit einen Kindheitstraum erfüllt." Genauer gesagt war es sein Torwarttrainer Michael Stahl. Maly erklärt: "Er hat mir über Jens Lehmann Karten besorgt. Dafür bin ich ihm unendlich dankbar. Ich wollte schon immer mal ein Match in England sehen und dann war auch noch mein kleiner Sohn dabei. Das war wirklich toll." Heute steht die Rückreise an, schließlich ruft die Arbeit, ehe der Goalie es sich über Weihnachten mit seiner Familie gut gehen lässt. "Die Geschenke sind auch schon besorgt", zwinkert Wuppertals Nummer eins, der sich danach mit seiner Frau und seinem Kind auf dem Weg nach Fuerte Ventura macht. "Um ein paar Tage zu entspannen."

Schließlich wartet noch eine harte Rückrunde auf ihn und seine Mannschaft. "Man hat in Partien wie gegen Dynamo Dresden und gegen St. Pauli gesehen, dass wir in der Lage sind, Großes zu leisten. Aber dafür müssen wir alle an einem Strang ziehen, vom Präsidenten bis zur Putzfrau", fordert Maly, der mit seiner eigenen Hinrunde einverstanden ist: "Ich denke, es gibt nicht viel Grund zur Kritik. Auch ich bin ein wichtiger Bestandteil des Ganzen."

Das könnte auch ein neuer Stürmer werden. "Es wäre nicht verkehrt, wenn wir uns noch einmal verstärken. Alleine schon, weil sich dann alle anderen auch nochmal richtig reinhängen", betont Maly und hofft auf seinen Zimmerkollegen Dirk Heinzmann: "Es war für ihn ganz wichtig, dass er auf St. Pauli den Ausgleich erzielt hat. Dann bleibt er auch in der kompletten Winterpause in Erinnerung." Kru

Autor: kru

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