WSV: Heinzmann sieht Angriffs-Kampf "gelassen"

kru
15. Dezember 2006, 10:02 Uhr

Nicht nur für das Team des Wuppertaler SV Borussia gab es beim 1:1 auf St. Pauli einen versöhnlichen Abschluss im Jahr 2006, auch für Angreifer Dirk Heinzmann persönlich.

Nicht nur für das Team des Wuppertaler SV Borussia gab es beim 1:1 auf St. Pauli einen versöhnlichen Abschluss im Jahr 2006, auch für Angreifer Dirk Heinzmann persönlich. Der 29–Jährige sorgte mit seinem Ausgleichstreffer zehn Minuten vor dem Ende zum einen dafür, dass der WSV auf einem Aufstiegsplatz überwintert, zum anderen für strahlende Gesichter auf der Weihnachtsfeier. "Die hat Markus Bayertz hervorragend organisiert, das hat Spaß gemacht", erklärt Heinzmann, der schon am Tag zuvor in Hamburg mit zehn Kollegen einen drauf gemacht hat. "Wir waren in der Kneipe, in der Christian Maly seine Frau kennengelernt hat. Man kann es mit den Worten feucht fröhlich beschreiben. Und morgens um sieben Uhr sind wir dann mit dem ICE nach Hause gedüst." Der Stürmer fügt grinsend hinzu: "So konnten wir das Hotel sparen."

Ein gelungenes Ende einer erfolgreichen Hinrunde. "Man kann auf jeden Fall zufrieden sein, mit dem, was wir geleistet haben. Unser Ziel war es, oben mitzuspielen. Jetzt stehen wir zur Hälfte auf Rang zwei, der zum Aufstieg berechtigt", freut sich Heinzmann, schiebt aber entschieden nach: "Dennoch kann man keine Prognose abgeben, da es unheimlich eng zugeht. Bevor man einen Tipp wagt, kann man besser Lotto spielen. Dabei hat man fast bessere Chancen."

Die will sich der Goalgetter in der Wintervorbereitung erarbeiten: "Ich habe mir für die Pause einiges vorgenommen. Zuletzt habe ich lange Zeit nicht von Anfang an auflaufen dürfen, das hatte ich mir anders vorgestellt. Jetzt muss ich richtig Gas geben, um mich zurück in die Stammelf zu kämpfen." Schließlich ist seine Trefferquote gar nicht so schlecht, wie sie auf den ersten Blick aussieht. "Ich habe in sieben Partien drei Mal genetzt. Und wenn ich am Ende auf acht bis zehn Einschläge komme, wäre das auch in Ordnung", betont Heinzmann, der vor der Saison sein Ziel von 15 Treffern ausgab. "Aber ich habe immer gesagt, dass ich zu so einer Anzahl in der Lage bin, wenn alles gut läuft."

Und davon kann man beim gebürtigen Düsseldorfer nicht reden. "Ich hatte eine Augenverletzung, die mich zurückgeworfen hat. Danach habe ich erstmal nicht von Anfang gespielt", ärgert sich Heinzmann. "Deshalb muss ich nun erstmal wieder kleiner anfangen und zusehen, dass ich wieder in die erste Formation komme." Denn auch der ehemalige Hannoveraner weiß, dass dieses Vorhaben nicht einfach wird. Neben Marcel Reichwein, der in der Rückrunde nach seinem Kreuzbandriss endlich eingreifen wird, soll eine weitere Sturm-Alternative verpflichtet werden. "Ich sehe das sehr gelassen. Wenn der Verein große Ambitionen hat, ist es doch gerechtfertigt, weitere Kicker zu holen. Natürlich wird es für diejenigen, die schon da sind, nicht einfacher, aber andererseits wird dann auch das Training besser", weiß Heinzmann. "Um es mit den Worten meines Kollegen Björn Mehnert zu sagen, am Ende setzt sich immer die Qualität durch." Sein Rückblick: "Am Anfang der Spielzeit habe ich mir mehr Gedanken über den Konkurrenz-Kampf gemacht und hatte dadurch eine Blockade im Kopf. Daher gehe ich es jetzt lockerer an."

Wie in den nächsten Tagen. "Ich werde vor Weihnachten noch fünf Tage in einen Centerpark nach Belgien fahren, um ein wenig zu entspannen. Aber auch dort werde ich meinen Trainingsplan abspulen", lächelt Heinzmann, der sich dann doch zu einer Voraussage in Sachen Aufstiegskampf hinreißen lässt: "Wir haben gegen jede Mannschaft außer gegen Lübeck gezeigt, dass wir mithalten können. Aber auch solche Partien wie gegen den VfB darf man sich mal erlauben. Ich bin mir sicher, dass wir am Schluss ganz oben ein Wörtchen mitreden und unter den ersten fünf Teams landen werden."

Autor: kru

Kommentieren