Franz Beckenbauer hat mit einem symbolischen Akt das 30 Millionen teure Fußball-Stadion in Magdeburg eröffnet.

Beckenbauer eröffnet Stadion in Magdeburg

10. Dezember 2006, 15:48 Uhr

Franz Beckenbauer hat mit einem symbolischen Akt das 30 Millionen teure Fußball-Stadion in Magdeburg eröffnet.

Franz Beckenbauer hat mit einem symbolischen Akt das 30 Millionen teure Fußball-Stadion in Magdeburg eröffnet. Der Fußball-´Kaiser´ schnitt ein Band zwischen Rasen und Spielertunnel durch. Bei der Premiere-Partie zwischen einem Altmeisterteam des 1. FC Magdeburg mit Joachim Streich und Jürgen Sparwasser gegen eine Ost-Oldie-Auswahl waren in der länderspieltauglichen und für 25.000 Zuschauer ausgelegten `Arena Magdeburg´ rund 15.000 Anhänger dabei.

`Für die Regionalliga ist dieses Stadion auf die Dauer zu schade´, sagte Beckenbauer. Die Arena sei ein Beispiel, dass sich im Fußball-Osten etwas bewege. Volker Rehboldt, Präsident des Drittliga-Aufsteigers 1. FC Magdeburg, hatte die Botschaft des Fußball-Kaisers verstanden und formulierte als mittelfristiges Ziel den Aufstieg in die Bundesliga. DFB-Vizepräsident Hans-Georg Moldenhauer, seit 50 Jahren Vereinsmitglied, hofft auf ein `Anknüpfen an erfolgreiche Zeiten´. Das Stadion mit Rasenheizung und Videowänden entstand in nur anderthalb Jahren Bauzeit auf den Trümmern des alten Ernst-Grube-Stadions. Ein Namenssponsor wird noch gesucht. Die Flutlicht-Premiere ist für den 19. Dezember bei einem Freundschaftsspiel des 1. FC Magdeburg gegen den Zweitligisten Eintracht Braunschweig vorgesehen. Im Januar soll der deutsche Rekordmeister Bayern München, oder notfalls ein anderer Bundesligist, ein Gastspiel geben.

Die Regionalliga-Taufe geht am 10. Februar gegen Holstein Kiel über die Bühne. Die Stadt Magdeburg hatte für den Stadionbau mit der Essener Hochtief AG ein Gemeinschaftsunternehmen gegründet. Die Partner teilten sich Kosten des in der Landeshauptstadt mit 230.000 Einwohnern umstrittenen Millionenprojekts. Der 1. FC Magdeburg war dreimal DDR-Meister und siebenmal Pokalsieger. 1974 wurde mit dem Triumph im Europapokal der Pokalsieger (2:0 gegen AC Mailand) der größte Erfolg einer Vereinsmannschaft in der Geschichte der DDR perfekt gemacht. Am Ende dieser Saison sollen die Schulden aus der Insolvenz vor gut vier Jahren abgebaut sein.

Autor:

Kommentieren